Natur im Landkreis Oldenburg Naturschutzstiftung ehrt vorbildlich Aktive

Von Reiner Haase

Aktiv für die Artenvielfalt im Landkreis Oldenburg: Die Umweltschutzpreisträger sind im Kreishaus gefeiert worden. Foto: Reiner HaaseAktiv für die Artenvielfalt im Landkreis Oldenburg: Die Umweltschutzpreisträger sind im Kreishaus gefeiert worden. Foto: Reiner Haase

Landkreis Oldenburg Beispielhaft aktive Naturschützer werden jährlich mit dem Umweltschutzpreis des Landkreises Oldenburg geehrt. Diesmal waren besonders viele Jugendliche dabei.

Wohltäter mit Herz für Insekten, Vögel und die Artenvielfalt allgemein sind gestern mit dem Umweltschutzpreis des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet worden. „Sie alle haben ’was getan für unsere Umwelt, unsere Landschaft und unsere Natur“, betonte Michael Feiner von der Naturschutzstiftung des Landkreises in der Feierstunde im Kreishaus.

THW-Jugend pflegt Nistkästen

Daniel Rücker hat die jüngsten Umweltaktivisten ins Kreishaus begleitet, die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks Hude-Bookholzberg. Die Gruppe kümmert sich um Nistkästen im Hasbruch. „Es dürften inzwischen um die 40 Nistkästen sein“, berichtete Rücker. Das Engagement der THW-Jugend wurde von Landrat Carsten Harings mit einem Scheck über 250 Euro belohnt.

Schüler auf Obstwiese aktiv

Die Peter-Ustinov-Schule in Hude lässt sich von Revierförster Jens Meier seit Jahren in Naturschutzprojekte im Hasbruch einspannen. Stellvertretend für andere Schüler wurde die Realschulklasse 9Rc ausgezeichnet, die eine Wallhecke und die Streuobstwiese der Hasbruchfreunde in Schuss gebracht hat. Dafür gab es neben der kleinen Holzeule für alle Preisträger 400 Euro vom Landrat.

Nisthilfe für Störche noch frei

Nachdem mehrfach Störche gesichtet worden sind, hat eine nachbarschaftliche Gemeinschaft nahe dem Bahnhof in Großenkneten einen Mast mit Wagenrad als Nisthilfe aufgestellt. Auf die Erstbezieher warten die Großenkneter noch. Trotzdem gab es schon mal 250 Euro Belohnung.

Ameisenwart rettet Staaten

Andreas Ohmstede aus Hatten hat sich dem Schutz der Waldameise verschrieben. Zuletzt hat er einen Ameisenstaat durch Umsiedlung gerettet, der einen Stromverteilerkasten besetzt hatte. Ohmstede erhielt 150 Euro.

Paradies für Insekten

Dieser Betrag kam auch Helmut Schnieders zugute. Der Imker aus Großenkneten hat seinen einen Hektar großen Garten als Paradies für Insekten und Vögel gestaltet. Sie finden ein reichhaltiges Nahrungsangebot und Nistkästen, unter anderem für den Steinkauz und für Fledermäuse.

Aus Obstgarten in die Mosterei

In der Tagesbildungsstätte aktive geistig Behinderte haben auf dem Albertushof in Groß Ippener Insektenhotels aufgestellt und die Streuobstwiese um 40 Bäume vergrößert. Die 250 Euro aus dem Preisgeld kann die Einrichtung in die Mosterei stecken, die in diesem Spätsommer eingerichtet wird.


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