Peter-Ustinov-Schule Neue Schule in alten Räumen in Hude

Von Marie Busse

Schulleiter Nico Rettcher (v.li.), Bürgermeister Holger Lebedinzew und Nicole Westermeyer vom Fachdienst Bildung und Familie präsentieren das 12 000 teure Smartboard. Mit dem Gerät ermöglicht einen interaktiven digitalen Unterricht. Foto: Marie BusseSchulleiter Nico Rettcher (v.li.), Bürgermeister Holger Lebedinzew und Nicole Westermeyer vom Fachdienst Bildung und Familie präsentieren das 12 000 teure Smartboard. Mit dem Gerät ermöglicht einen interaktiven digitalen Unterricht. Foto: Marie Busse

Hude. Seit 2011 läuft die Sanierung der Peter-Ustinov-Schule am Vielstedter Kirchweg in Hude. Am Donnerstag haben Bürgermeister Holger Lebedinzew, Nicole Westermeyer, Fachbereichsleiterin Bildung und Gesellschaft, und Schulleiter Nico Rettcher die fertiggestellten Computerräume vorgestellt.

„Seit sieben Jahren wird hier gebaut. Jedes Jahr war ein anderer Abschnitt dran und kostete jeweils rund eine Million Euro“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew. Die Computerräume sind Teil der Modernisierung der naturwissenschaftlichen Räume im Erdgeschoss, des siebten und vorletzten Bauabschnitts. Die Physik-, Chemie- und Biologieräume sollen den Bauabschnitt im Oktober dieses Jahres komplettieren.

Moderne Computerräume

„Das Gebäude war wieder ein Rohbau. Bei der Sanierung wurden nur der Betonfußboden und die Säulen stehen gelassen“, erinnerte sich Schulleiter Nico Rettcher bei der Vorstellung der Donnerstag. Entstanden sind zwei moderne Computerräume mit jeweils 14 Arbeitsplätzen. Bei Recherchen müssen sich zwei Schüler einen Arbeitsplatz teilen, beim Computerunterricht werden die Klassen aufgeteilt. Jeder Raum ist zudem mit einem 12.000 Euro teuren Smartboard ausgestattet, das als Tafel dient. Seit Mittwoch wird in dem Raum unterrichtet.

Umfassende Sanierung

Bei den vorangegangenen Bauabschnitten waren bereits die Verwaltung, das Forum, die Klassentrakte und die Technikräume saniert worden. „Von außen ist das nicht sichtbar, was hier passiert ist. Aber es ist eigentlich eine neue Schule“, sagte Lebedinzew. Neue Einrichtungsgegenstände seien in den Sanierungskosten nicht enthalten. Doch auch hier investierte die Gemeinde und tauschte alle Stühle in der Schule aus. „Wir geben einmal etwas Geld aus und haben lange etwas davon“, führte Lebedinzew aus. Bei anderen Einrichtungsgegenständen konnte aber auch gespart werden: Die alten Heizkörper seien neu lackiert und wiederverwendet worden.

Gute Zusammenarbeit von Schule und Gemeinde

Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Schule sei in den vergangenen Jahren dabei stets gut gewesen, auch weil man die gleiche Philosophie verfolge. „Wir statten die Schule mit modernster Technik aus. Auf der anderen Seite dürfen die Kinder andere, analoge Fähigkeiten nicht verlernen“, betonte Rettcher. Digitalisierung sei daher kein Allheilmittel. Rettcher sagte: „Als Pädagogen müssen wir abwägen, wie wir Inhalte vermitteln. Der Computer ist nicht immer die beste Wahl, aber oft die einfachere.“ Im neu gestalteten Raum sollen die rund 600 Schüler vor allem den Umgang mit dem Computer lernen und ihn nicht nur als Hilfsmittel nutzen. Die neuen Technikräume bieten zudem die Möglichkeit erste Praxiserfahrung in handwerklichen Berufen zu sammeln. „Es ist unsere Pflicht, dass wir den Kindern eine große Bandbreite der Berufe zeigen und uns nicht nur auf das Studium konzentrieren“, betonte der Bürgermeister.

Sanierung 2019 abgeschlossen

Mit einem weiteren Bauabschnitt, der Modernisierung der Werkräume, soll die Sanierung Ende des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Auch für die Umgestaltung des Außenbereichs gibt es bereits erste Pläne. „Aber wir machen eins nach dem anderen“, sagte der Bürgermeister.