Nächtliches Unwetter über der Region Viele Feuerwehreinsätze nach Gewittersturm im Landkreis Oldenburg

Von Thorsten Konkel

Keller auspumpen, Bäume sägen: Wegen des Unwetters mussten die Feuerwehren im Kreis Oldenburg in der Nacht auf Mittwoch zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Symbolfoto: Thorsten KonkelKeller auspumpen, Bäume sägen: Wegen des Unwetters mussten die Feuerwehren im Kreis Oldenburg in der Nacht auf Mittwoch zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Symbolfoto: Thorsten Konkel

Landkreis Oldenburg/Delmenhorst. Ein Unwetter hat die Feuerwehren im Kreis Oldenburg in der Nacht zu Mittwoch bis zum frühen Morgen gefordert. Starkregen und Sturmböen sind nach Polizeiangaben auch Ursache für zwei Verkehrsunfälle.

Bis in die Morgenstunden des Mittwochs haben Feuerwehren im Landkreis Oldenburg und in der Stadt Delmenhorst Sturmschäden beseitigt, die ein heftiger Gewittersturm am späten Dienstagabend über der Region verursacht hat.

Überwiegend mussten die Helfer in der Nacht auf Mittwoch umgestürzte Bäume beseitigen. Besonders betroffen war in der Gemeinde Ganderkesee ein Abschnitt zwischen Falkenburg und Bergedorf. „ Dort ist am späten Abend eine Windhose durchgezogen“, berichtete Ganderkesees Gemeindefeuerwehrsprecher Benjamin Mahlstedt am Mittwochvormittag.

Gegen 23.30 Uhr rückte in der Nacht auch die Ganderkeseer Drehleiter aus, um die Falkenburger Kameraden beim Sägen von losen Ästen und herabhängenden Baumkronen zu unterstützen. In Falkenburg waren erst um 1 Uhr Einsatzende.

Auch Berufsfeuerwehr Delmenhorst im Einsatz

Die Berufsfeuerwehr Delmenhorst half an der Grenze zu Ganderkesee beim Sägen eines umgestürzten Baums aus. Sturmschäden in der Stadt wurden nicht gemeldet.

Für die Gemeinde Ganderkesee zog Benjamin Mahlstedt Bilanz: „Einsatzkräfte aus Ganderkesee, Bergedorf, Falkenburg und Havekost-Hengsterholz rückten wegen des Unwetters zu zehn Einsätzen aus“.

Zwei Verkehrsunfälle aufgrund des Unwetters

An der Anschlussstelle Groß Ippener waren die unwetterartigen Regenfälle und Sturmböen nach Polizeiangaben um 20.11 Uhr auch der Grund für einen Verkehrsunfall. Im Auffahrtsbereich der Anschlussstelle in Richtung Hamburg knickten drei Bäume um und beschädigten den mit vier Personen besetzten Wagen eines 21-Jährigen aus Baden-Württemberg. An die Unfallstelle rückte auch die Feuerwehr Harpstedt aus. Die Insassen des Autos blieben unverletzt. Der Schaden am Auto wurde mit 1.500 Euro angegeben.

Nicht angepasste Geschwindigkeit nach starken Regenfällen war laut Polizei auch ursächlich für einen Verkehrsunfall, der sich am Dienstag um 23.36 Uhr auf der Autobahn 29 ereignet hat.

Die Ortsfeuerwehr Brettorf um 23:14 Uhr zu einem Hilfeleistungseinsatz in die Ortschaft Nuttel alarmiert. Im dortigen Dachsweg waren in Folge eines Unwetters gleich mehrere Bäume über die Straße gestürzt. Foto: Jannis Wilgen

Der 25-jährige Unfallverursacher aus Cappeln befuhr mit seinem Pkw die Autobahn 29 in Richtung Osnabrück. Zwischen dem Autobahndreieck Oldenburg-Ost und der Anschlussstelle Sandkrug (Gemeinde Hatten) verlor er durch Aquaplaning die Kontrolle über seinen Wagen und prallte mit der linken Fahrzeugfront in die Mittelschutzplanke. Nach einer erneuten Drehung um 180 Grad konnte der Mann seinen Pkw auf dem Standstreifen zum Stehen bringen. Der Mann blieb unverletzt. Die Schäden an seinem Fahrzeug und der Schutzplanke wurden auf ungefähr 7.000 Euro geschätzt.

Auf die A 28 im Bereich der Gemeinde Hatten gestürzte Bäume behinderten in der Nacht den Verkehr. Die Feuerwehr beseitigte sie.

Neue Unwetter drohen ab Mittwochmittag

Weitere Unwettereinsätze gab es laut Christian Bahrs von der Kreisfeuerwehr in der Nacht auf Mittwoch für die Feuerwehren in Wardenburg, Littel, Brettorf und Bekeln. Dort hatten es die Einsatzkräfte auch mit vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen zu tun. Auch für den Mittwoch gilt ab den Mittagsstunden eine amtliche Unwetterwarnung: So warnt der Deutsche Wetterdienst etwa für Ganderkesee vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und Böen.