Konzept vorgestellt Fliegermuseum in Ahlhorn soll 2019 öffnen

Von Ole Rosenbohm

Peter Pasternak und Beate Bollmann vor dem historischen Rettungshubschrauber. Dahinter das denkmalgeschützte Gebäude. Schon 2019 will die Traditionsgemeinschaft das Museum eröffnen. Foto: Ole RosenbohmPeter Pasternak und Beate Bollmann vor dem historischen Rettungshubschrauber. Dahinter das denkmalgeschützte Gebäude. Schon 2019 will die Traditionsgemeinschaft das Museum eröffnen. Foto: Ole Rosenbohm

Ahlhorn. Bis zur Realisierung des Projekts in Alhorn muss der Verein „Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst“ noch 160.000 Euro zusammentragen. Im Museum soll Traditionsbewusstsein mit Gegenwart verknüpft sein.

Gut möglich, dass schon kommendes Jahr im Gebäude 24 in einem Museum am Haupttor an ein Jahrhundert Fliegerhorst Ahlhorn erinnert wird. Nach einem Großteil der Finanzierung – nämlich für das denkmalgeschützte Gebäude – steht nun auch ein Konzept für die Einrichtung: Für Peter Pasternak, den Vorsitzenden des Vereins „Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst“, sind die 100 von der freischaffenden Museumsentwicklerin Beate Bollmann verfassten Seiten ein „zweiter großer Schritt“ auf dem Weg zum Museum.

Nach Bollmanns Vorstellungen soll die zu schaffende Einrichtung nicht nur Vergangenheit zeigen und Technikbesessene anlocken. Die Wissenschaftlerin betont vielmehr den Bezug zur Gegenwart, etwa „zu unserem Verhältnis zum Militär“ früher und heute.

Das nämlich, zeigt Bollmann auf, hat sich doch sehr gewandelt: So wurde der Fliegerhorst Ahlhorn 1915 als „Luftschiffhafen der Kriegsmarine“ gegründet, in der Bundesrepublik – die für das Militär ja eher defensive Bezeichnungen verwendet – wurden von hier dagegen unter anderem Rettungseinsätze geflogen, wovon ein neben dem denkmalgeschützten Gebäude stehender Rettungshubschrauber zeugt, für den die 180 Mitglieder starke „Traditionsgemeinschaft“ vor einem Jahr 20.000 Euro bezahlt hatte.

Museum zuvor in Gaststätte untergebracht

Bereits von 2012 bis 2016 bestritt der Verein das Fliegerhorstmuseum im Ahlhorner Gasthof „Altes Posthaus“. Als der Verein raus musste, begannen die Gespräche mit dem Betreiber des Geländes „Metropolpark Hansalinie“ über das Haus 24. Gute Gespräche, betonen beide Seiten. Weil sie positiv endeten, wird das Museum jetzt in 15 Räumen auf 300 Quadratmetern neu entstehen – mehr als dreimal so groß wie im Alten Posthaus und nun ausgestattet mit einem 80 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum.

Aber der Verein ist noch nicht fertig mit den Vorbereitungen. Trotz ehrenamtlichen Betriebs, Öffnungen vornehmlich an Wochenenden, verlangt der neue Standort nach einer gewissen Professionalisierung, weiß Pasternak. Zudem müssen Bollmanns auf modernen musealen Standards fußende Ideen mit viel spannender Interaktivität und verschiedensten Medien umgesetzt werden. Und die Einrichtung selber ist auch noch nicht finanziert.

Es fehlen 160.000 Euro, um das Gebäude mit Leben zu füllen. Insgesamt wird das Projekt an die 400.000 Euro kosten. Beteiligt an der Finanzierung haben sich das Förderprogramm „LEADER“ mit über 86.000 Euro aus EU-Mitteln sowie Stiftungen, Denkmalpflege, Gemeinde und Landkreis.