Naturbad in Hude Naturbad in Hude auf Temperatur gekommen

Von Reiner Haase

Die Badesaison kann beginnen: (hinten von links) Schwimmmeister Stefan Müller und Betriebsleiter Ralf Carstens sowie Fachbereichsleiterin Nicole Westermeyer und Bürgermeister Holger Lebedinzew über dem weichen Wasser des Naturbads Hude. Foto: Reiner HaaseDie Badesaison kann beginnen: (hinten von links) Schwimmmeister Stefan Müller und Betriebsleiter Ralf Carstens sowie Fachbereichsleiterin Nicole Westermeyer und Bürgermeister Holger Lebedinzew über dem weichen Wasser des Naturbads Hude. Foto: Reiner Haase

Hude. Das Naturbad an der Linteler Straße in Hude ist ab Freitag geöffnet. Die Freizeitstätte lockt mit weichem Wasser und großzügiger und familienfreundlicher Ausstattung.

Ein paar Pinselstriche und Flickarbeiten am Dach des Kiosks noch und ein paar Runden, die der Schmutzpartikel-Sauger auf dem Beckengrund dreht, dann kann es losgehen mit dem Freizeitvergnügen im Naturbad Hude. „Seit vier Wochen laufen die Anlagen, damit sich die Biologie der natürlichen Reinigung aufbauen kann. Das ist abgeschlossen. Am Freitag wird die Saison eröffnet“, berichtet Betriebsleiter Ralf Carstens. Das Wasser sei 23 Grad warm, ergänzt Schwimmmeister Stefan Müller. „Bis Freitag haben wir 24 Grad erreicht“, sagt er voraus.

Biologische Reinigung

24 Grad, das ist in der Freizeitanlage an der Linteler Straße die maximale Temperatur des Wassers, das von Pumpen aus einer eigenen Grundwasserquelle durch Filter in die Becken des Naturbads befördert und ausschließlich von der Sonne erwärmt wird. Überstiege die Wassertemperatur diesen Wert, kämen die Selbstreinigungskräfte und die Biologie der Pflanzenkläranlage am Rande des Naturbadgeländes aus dem Tritt, erläutert Betriebsleiter Carstens. „Jeder Gast kann zum Gleichgewicht beitragen, indem er vor dem Gang ins Wasser Schweiß und Sonnenmilch abduscht“, appelliert Nicole Westermeyer, die Fachbereichsleiterin Gesellschaft und Soziales in der Gemeindeverwaltung. Das sei im Naturbad noch wichtiger als in einem Freibad, wo mit Chemie nachgeholfen wird, ergänzt Bürgermeister Holger Lebedinzew.

Folie färbt klares Wasser

Der Zeitgeist spreche für den Besuch des Naturbads, sind die Verantwortlichen in Hude überzeugt. Das Wasser werde regelmäßig beprobt, viel häufiger als das Wasser in Badeseen, betont Schwimmmeister Müller. Der Saugroboter werde regelmäßig auf Partikeljagd geschickt. Das Wasser sei klar, betont er. Es erscheine grün, weil die Becken mit grüner Folie ausgeschlagen sein. „Hätten wir Rot genommen, könnten wir von Tomatensuppe sprechen“, erläutert er anschaulich.

Im Naturbad werde auf Familien- und Kinderfreundlichkeit gesetzt, hebt Fachbereichsleiterin Westermeyer hervor. Große Veränderungen stehen aktuell nicht an; im Herbst soll lediglich das Aussichtstürmchen für die Aufsicht ausgewechselt werden.