Pastor Dreyer im Ruhestand Stenumer müssen auf guten Prediger verzichten

Mit Pastor Eckhard Dreyer (Mitte) verlässt ein ebenso charismatischer wie beliebter Theologe den Pfarrbezirk. Oberkirchenrat Thomas Adomeit (r.) und Kreispfarrer Bertram Althausen haben den 63-Jährigen Pfingstmontag in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Bettina Dogs-PrößlerMit Pastor Eckhard Dreyer (Mitte) verlässt ein ebenso charismatischer wie beliebter Theologe den Pfarrbezirk. Oberkirchenrat Thomas Adomeit (r.) und Kreispfarrer Bertram Althausen haben den 63-Jährigen Pfingstmontag in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Bettina Dogs-Prößler

Stenum. Mit einem großen Festgottesdienst ist Pastor Eckhard Dreyer am Pfingstmontag aus dem kirchlichen Dienst verabschiedet worden. Klar wurde: Mit ihm geht auch ein großartiger Prediger.

Einfach Tschüs zu sagen, das wäre nicht sein Stil gewesen. Stattdessen zieht Pastor Eckhard Dreyer seine Zuhörer ein letztes Mal in den Bann, setzt Wort für Wort gekonnt in Szene und zeigt ein weiteres Mal, auf was für einen großartigen Prediger die Gemeinde künftig wird verzichten müssen. „Eine Gabe, von der wir Kollegen uns wünschten, es einmal ebenso zu können“, versicherte Kreispfarrer Bertram Althausen anerkennend im voll besetzten Timotheus-Haus.

Elf Jahre lang hat Pastor Eckhard Dreyer in dem kleinen Stenumer Pfarrbezirk gewirkt, am 21. Mai, ist er nachmittags mit einem feierlichen Gottesdienst von allen Aufgaben offiziell entpflichtet worden. Zum 1. Juni – wenige Wochen nach seinem 63. Geburtstag – geht der beliebte Seelsorger in den Ruhestand.

Charismatischer Theologe

„Ich wünsche dir in Zukunft viel Zeit für all die Dinge, für die der Pfarralltag keine Zeit übrig lässt“, sagte die geschäftsführende Pastorin der Kirchengemeinde Ganderkesee, Susanne Bruns. Kollegin Susanne Wöhler von der Kirchengemeinde Schönemoor gab aufrichtig zu: „Wir werden dich vermissen.“

Zuvor hatte Dreyer noch einmal eindrucksvoll bewiesen, was für ein charismatischer Theologe die Gemeinde verlassen wird. „Ich hatte immer das Glück, Menschen vorzufinden, die bereit waren, sich einzubringen und Veranstaltungen nicht nur angeregt, sondern auch durchgeführt haben“, beteuerte er in einer fesselnden Abschiedspredigt, für die er Applaus erntete. Genau das mache eine Gemeinde lebendig und „deshalb schickt uns Gott immer wieder solche Menschen, die so etwas bewegen“, betonte Dreyer.

Umarmung vom katholischen Kollegen

So ein Mensch ist der 63-Jährige offenbar selbst. „Wir hatten eine wirklich gute Zeit mit Ihnen“, meinte die Kirchenälteste Rosemarie Boekhoff. Mit großer Offenheit und menschlicher Zugewandtheit sei Dreyer nach Stenum gekommen, auch außerhalb der Gemeinde sei er bei den Menschen beliebt gewesen. Boekhoff gibt sich betroffen: „Wir sind traurig, dass Sie gehen und Gott dankbar, dass er Sie uns geschickt hat.“

Eine feste Umarmung gab es vom sichtlich gerührten katholischen Amtskollegen Pfarrer Norbert Lach: „Wir sind damals schnell Freunde geworden und haben auch manches Menschliche untereinander geteilt.“ Und auch der Vorsitzende des Ökumene-Kreises Ganderkesee Herrmann Abeln meinte voller Achtung: „Respekt vor deiner tiefgehenden Liturgie und Theologie.“

Am 10. Juni gibt es noch einmal Gelegenheit, Eckhard Dreyer als Prediger zu erleben: dann als Pastor in Rente beim Abschied der Kirchenältesten.


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