Präventionsrat Notfallkarten aus Ganderkesee

Von Alexandra Wolff

Hille Krenz, Geschäftsführerin des Präventionsrats Ganderkesee, zeigt die kleine Notfallkarte. Foto: Alexandra WolffHille Krenz, Geschäftsführerin des Präventionsrats Ganderkesee, zeigt die kleine Notfallkarte. Foto: Alexandra Wolff

Ganderkesee. Zu großen und kleinen Notfällen kommt es immer unverhofft. Wie gut, wenn man dann eine kleine Karte dabei hat, auf der die wichtigsten Telefonnummern stehen.

Der Präventionsrat hat bei seiner Sitzung am Dienstag im Rathaus seine Notfallkarte vorgestellt. In den nächsten Tagen sollen die 2500 scheckkartengroßen Klappkarten in Büchereien, bei Volkshochschulen, Ärzten, Bürgerbüros und Apotheken ausliegen.

Diese Karten sollen in heiklen Situationen helfen: „Man geht mitten in der Nacht alleine durch schlecht beleuchtete Wege. Da hört man plötzlich ein komisches Geräusch hinter sich. Vielleicht ist es nur ein Reh“, beschreibt die Geschäftsführerin des Präventionsrats, Hille Krenz, eine mögliche Notfallsituation. „Trotzdem fühlt man sich besser, wenn man da die kostenlose Telefonnummer des Heimwegtelefons anrufen kann.“ Das lenkt nicht nur ab, sondern schreckt potenzielle Übeltäter von ihrer Tat ab, wenn sie Ohrenzeugen befürchten müssen.

Platz für persönliche Notfallnummern

Außerdem stehen die Nummern von Polizei und Feuerwehr, der Telefonseelsorge, des Giftnotdienstes und viele weitere Telefonnummern darauf, die man kostenlos erreichen kann. Vom notärztlichen Bereitschaftsdienst steht jedoch nicht die deutschlandweite 116117 auf der Karte. „Wir haben uns für die Delmenhorster Nummer entschieden“, erläutert Krenz. „So hat der Anrufer die Gewissheit, dass er nicht in Hamburg oder sonst irgendwo landet.“ Auch diese Nummer sei kostenlos. Den notärztlichen Bereitschaftsdienst kann man anrufen, wenn man keinen Rettungswagen braucht, aber ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muss. Einen Rettungswagen sollte nur anrufen, wer an unerträglichen Schmerzen leidet oder lebensbedrohlich verletzt oder erkrankt ist.

Die untersten Zeilen auf der Karte sind frei. „Hier kann jeder die Zeilen mit seinen ganz persönlichen Notfallnummern von Freunden oder Ärzten auffüllen“, erläutert die Geschäftsführerin. Auf der Rückseite der Karte ist noch ein QR-Code, der zu weiteren Notfallnummern führt.