Wohnpark Am Fuchsberg Weitere Vorwürfe gegen Ganderkeseer Pflegeheim

Von Alexandra Wolff

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Der Wohnpark Am Fuchspark steht erneut in der Kritik. Foto: Thomas DeekenDer Wohnpark Am Fuchspark steht erneut in der Kritik. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Das neue Demenzhaus des Wohnparks Am Fuchsberg steht nach dem Vorwurf, den Tod einer 90-Jährigen verschuldet zu haben, erneut in der Kritik. Angebliche Sicherheitsmängel weist die Leitung zurück.

CDU-Fraktionschefin Cindy Klüner fürchtet, dass das Heim, in dem ihre Oma lebt, nicht sicher ist. Die Brandschutzanlage im Wohnpark Am Fuchsberg sei nicht mit der Feuerwehr aufgeschaltet und die Türen seien nur dort zu öffnen, wo sie nicht zu öffnen sein sollten und umgekehrt. Die Einrichtungsleiterin Catrin Hintz dementiert das: Bei der Bauabnahme seien alle zuständigen Behörden vor Ort gewesen und hätten ihr Okay gegeben.

Nachdem sich Jens Hitschke, Betreiber des Cafés und des Kiosks im Wohnpark Am Fuchsberg, über die Zustände in dem Alten- und Pflegeheim beschwert hatte, hat jetzt auch Klüner ihre Kritik an dem neuen Demenzhaus des Heimes bekräftigt: „Die Brandschutzanlage ist noch gar nicht mit der Feuerwehr aufgeschaltet. Außerdem lassen sich die Türen innerhalb der Station teilweise nicht öffnen. Dafür lassen sich die Türen zum Ausgang öffnen. Die Demenzkranken können also jederzeit das Haus verlassen.“ Klüner befürchtet, dass Erkrankte im fortgeschrittenen Stadium das Heim verlassen und sich verlaufen können.

Wohnpark ist keine „geschlossene Einrichtung“

„Ich glaube nicht, dass Frau Klüner technisch in der Lage ist, zu erkennen, ob die Brandschutzanlage mit der Feuerwehr aufgeschaltet ist oder nicht“, entgegnete Hintz. „Die Behörden haben die Anlage und das gesamte Haus abgenommen, sonst hätten wir es auch noch nicht beziehen lassen dürfen.“ Das gelte auch für die Türen. „Wir sind keine geschlossene Einrichtung“, sagte sie auf dk-Nachfrage. „An den Türen befinden sich Trickschaltungen, die sich nicht so leicht öffnen lassen.“ Diese seien ungewöhnlich hoch angebracht. Personen mit schwerer Demenz könnten diese also nicht so leicht öffnen. Innerhalb der Station sollten sich allerdings schon alle Bewohner frei bewegen können. „Hier haben die Türen tatsächlich etwas geklemmt“, bestätigte Hintz Klüners Eindruck „Das ist bei einem Neubau nun einmal so. Hier ist aber schon eine Firma dabei, diese Mängel zu beheben. Zu 98 Prozent ist alles abgearbeitet. Nächste Woche ist dann alles wieder in Ordnung.“

Klüner beschwerte sich auch darüber, dass sie überhaupt nicht darüber informiert wurde, dass ihre Oma am 30. April in das neue Haus einziehen sollte. „Menschen mit Demenz brauchen eine vertraute Umgebung“, sagte sie. „Und in dem neuen Zimmer hingen noch nicht einmal Bilder an der Wand.“

Oma fühlt sich wohl

Hintz sagte dazu, dass alle Angehörigen schon im vergangenen Jahr bei einem Angehörigennachmittag über den Umzug informiert worden seien. Und an diesem habe Klüner nicht teilgenommen. Über einen anderen Weg wurden – laut Hintz – die Angehörigen allerdings nicht informiert.

Für Klüner kommt es aber aber auch nicht infrage, ihre Oma einfach in ein anderes Heim zu geben: „Meine Oma fühlt sich sehr wohl dort. Sie mag die Mitarbeiter und deren Umarmungen so gerne.“


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