Infozentrum öffnet erst 2019 Im Spieldorf Stedingsehre sind noch Fragen offen

Von Dirk Hamm

Sie gaben gestern erste Einblicke in das künftige Informationszentrum zur Stedingsehre: (v. l.) Peter Hedemann, Gabriele Sternberg, Lisa Dirks, Bernd Franck und Anne-Grete Grummer.Foto: Dirk HammSie gaben gestern erste Einblicke in das künftige Informationszentrum zur Stedingsehre: (v. l.) Peter Hedemann, Gabriele Sternberg, Lisa Dirks, Bernd Franck und Anne-Grete Grummer.Foto: Dirk Hamm

Bookholzberg. Die Eröffnung des Informationszentrums zur Stedingsehre verzögert sich weiter. Die Inventarisierung der Exponate hat indes begonnen.

Eigentlich hätte am Sonntag anlässlich des Internationalen Museumstags in Bookholzberg das im Aufbau befindliche Informations- und Dokumentationszentrum (IDZ) zur Freilichtbühne Stedingsehre eröffnet werden sollen. So lautete jedenfalls der ursprüngliche Plan des Arbeitskreises Stedingsehre und des Fördervereins des IDZ.

Über Stand der Dinge informiert

Daraus ist nun nichts geworden, denn das leer stehende, denkmalgeschützte Haus 21 im ehemaligen Spieldorf der Freilichtbühne, das für den Erinnerungsort bestimmt worden ist, harrt noch der notwendigen Sanierung. Der Museumstag bot den Mitgliedern des Arbeitskreises und des Fördervereins allerdings die Gelegenheit, Besuchern bei Kaffee und Kuchen im benachbarten, baugleichen Haus Ems einen Vorgeschmack darauf zu geben, was das IDZ künftig zu bieten hat und über den Stand der Dinge zu informieren.

Eröffnung jetzt 2019 angepeilt

Als neuen Eröffnungstermin peilen die Aktiven nun den Internationalen Museumstag am 19. Mai kommenden Jahres an. Mit ihren Vorbereitungen für die Inneneinrichtung sehen sie sich im Hinblick auf dieses Datum gut im Zeitplan. Gestern konnten schon einige der bislang privat gelagerten Exponate in Augenschein genommen werden, etwa Teile des Geschirrs aus dem nicht mehr verwirklichten NS-Schulungszentrum. „Die Inventarisierung hat begonnen“, berichtete Bernd Franck vom Arbeitskreis Stedingsehre. Die Software dazu ist aus Spendenmitteln angeschafft worden.

Kauf statt Miete im Gespräch

Offene Fragen gibt es dagegen noch zum äußeren Rahmen des IDZ. Das zuerst angedachte Mietmodell ist vorerst vom Tisch: Im Gespräch sei, dass die Gemeinde oder der Landkreis das reetgedeckte Fachwerkhaus vom Berufsförderungswerk Weser-Ems kauft, so Franck. Auch müssten noch der genaue Sanierungsbedarf ermittelt und dann die entsprechenden Fördertöpfe aufgetan werden. Ob das IDZ in fast genau einem Jahr eröffnet werden kann, ist somit derzeit noch ungewiss.