Gebäude soll Tagungsraum werden Vier Vereine für Erhalt des alten Feuerwehrhauses in Bookholzberg

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Vier Vereine wollen das alte Feuerwehrhaus auch später nach dem Umzug der Ortswehr zum Wellenhofsweg weiternutzen. Archiv-Foto: Thomas DeekenVier Vereine wollen das alte Feuerwehrhaus auch später nach dem Umzug der Ortswehr zum Wellenhofsweg weiternutzen. Archiv-Foto: Thomas Deeken

Bookholzberg. Die Vereine WiB, OHV Bookholzberg-Grüppenbühren, Bürgerverein Hohenböken und AWO Bookholzberg setzen sich für eine Nachnutzung des Feuerwehrhauses in Bookholzberg als Tagungsstätte für die Vereine in Bookholzberg beziehungsweise für den Nordbereich ein. Das haben sie Bürgermeisterin Alice Gerken mitgeteilt.

Nach dem mehrheitlichen Votum des Ganderkeseer Finanzausschusses für einen Abriss des Feuerwehrhauses an der St.-Florian-Straße in Bookholzberg, wenn die Ortswehr ihre neuen Räume am Wellenhofsweg bezogen hat, setzen sich jetzt vier Vereine für den Erhalt des alten Gebäudes ein. Die Vorsitzenden von „Wir in Bookholzberg“ (WiB), der Arbeiterwohlfahrt Bookholzberg, des Bürgervereins Hohenböken sowie des Orts- und Heimatvereins (OHV) Bookholzberg-Grüppenbühren haben jetzt bei Bürgermeisterin Alice Gerken beantragt, das historische und ortsbildprägende Gebäude nicht abzureißen. Das geht aus einem gemeinsamen Schreiben der vier Vereinschefs hervor, die sich wünschen, das Haus später den Vereinen und Organisationen im Nordbereich als Tagungsraum zur Verfügung zu stellen.

Verweis auf Feuerwehr Hasbergen

In diesem Zusammenhang weisen die Vorsitzenden auf eine ähnliche Situation wie in Delmenhorst-Hasbergen hin. Auch dort gebe es die Idee, das alte Feuerwehrhaus später einmal für Veranstaltungen zu nutzen.

Keine Räume mehr zur Verfügung

Nach der Umnutzung des Renken-Hauses an der Stedinger Straße sowie der Schließung von Gaststätten stünden den Vereinen und Organisationen keine Räume mehr zur Verfügung, heißt es in dem Antrag der vier Vereine. Auch die Nutzung von Räumen in der Oberschule Bookholzberg werde immer problematischer, da durch die regioVHS Ganderkesee-Hude zusätzlicher Raumbedarf angemeldet werde, was zulasten der Vereine gehen würde.

Verwaltung plant Abriss

Die Verwaltung plant – wie berichtet – einen Abriss des Gebäudes, damit dort auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück zwei Mehrfamilienhäuser im sozial geförderten Wohnungsbau entstehen können. Zum Zustand des bisherigen Feuerwehrhauses heißt es seitens der Verwaltung, dass das Gebäude „in die Jahre gekommen ist“. Es könne nicht ohne Weiteres anders genutzt werden. Es bedürfe einer grundlegenden Sanierung. Ohne Kostenberechnung könne davon ausgegangen werden, dass eine Renovierung erheblich sein dürfte.

Altes und Neues gemeinsam

Die vier Vereinsvorsitzenden Dietmar Mietrach, Peter Hasselberg, Hans-Joachim Wallenhorst und Holger Dienst schlagen allerdings vor, das alte Feuerwehrgebäude weiter zu nutzen und darüber hinaus noch etwas Neues zu bauen. „Wegen der Größe des Grundstückes kann neben dem Erhalt des Feuerwehrhauses trotzdem auch auf dem rückwärtigen Gelände noch eine Bebauung stattfinden“, heißt es im Schreiben an die Bürgermeisterin.


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