Feuerwehrtechnische Zentrale Ganderkesees Werkstatt für Feuerwehrautos

Von Alexandra Wolff

Bundestagsabgeordneter Christian Dürr (2. v. l.) besuchte zusammen mit der Ganderkeseer FDP die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) an der Westtangente. Deren Leiter Karsten Bilger (2. v. r.) erläutert hier Details zu den verwendeten Schläuchen. Foto: Alexandra WolffBundestagsabgeordneter Christian Dürr (2. v. l.) besuchte zusammen mit der Ganderkeseer FDP die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) an der Westtangente. Deren Leiter Karsten Bilger (2. v. r.) erläutert hier Details zu den verwendeten Schläuchen. Foto: Alexandra Wolff

Ganderkesee. Ist ein Löschfahrzeug kaputt, muss es zur Feuerwehrtechnischen Zentrale. Von dem Gelände an der Westtangente profitieren die Freiwilligen Feuerwehren aber noch weitaus mehr.

Bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an der Westtangente wird es ab Juli einen weiteren Mitarbeiter geben. Der sei auch dringend notwendig, weil nach den Worten des dortigen Leiters Karsten Bilger 32 Ortsfeuerwehren zu unterstützen sind. Was alles bewältigt werden muss, hat die FDP-Kreistags- und -Gemeinderatsfraktion bei ihrem gestrigen Besuch erfahren. Dabei war auch der Bundestagsabgeordnete Christian Dürr. Mit der Neueinstellung werden es laut Bilger zehn Mitarbeiter und ein Auszubildender im FTZ sein, die zusammen mit vielen Ehrenamtlichen beispielsweise Feuerwehrfahrzeuge reparieren.

Was ist das FTZ überhaupt?

„Viele Bürger wissen gar nicht, dass die FTZ ausbildet“, so Marion Daniel von der FDP-Kreistagsfraktion. „Teilweise haben sie auch noch nicht mitbekommen, was hier überhaupt gemacht wird. Sie denken, die Feuerwehr startet von hier aus zum Einsatz.“ Die FTZ ist aber keine Wache, sondern unterstützt die Ortswehren, indem sie sich um Atemschutz, Funk und Schläuche kümmert. Und eben auch um die großen Fahrzeuge, die in keiner anderen Werkstatt, höchstens beim Hersteller selbst, repariert werden können. Sie sind teilweise schon 20 Jahre alt, sehen aus wie neu und sind gut gepflegt.

„Aber wird es bei so alten Fahrzeugen nicht schwierig mit den Ersatzteilen?“, wollte Daniel wissen. Das bestätigte Bilger. Sonhild Lindemann, Ordnungsamtsleiterin beim Landkreis Oldenburg, ergänzte: „Die Kfz-Mechatroniker von der FTZ sind Tüftler. Die haben schon viele Probleme selbst gelöst.“ Denn bis ein Fachbetrieb gefunden sei, der kniffelige Fälle reparieren kann, müsse man oft lange suchen, sagte Bilger. „Und die lange Ausfallzeit des Fahrzeugs ist schwierig für die Feuerwehr. Allerdings stehen immer Ersatzfahrzeuge bereit, oder benachbarte Ortswehren helfen aus.“

Übungen mit 20 Kilogramm Gepäck

Außerdem finden in der FTZ Schulungen statt – sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Am Übungsturm, einem dreistöckigen Gebäude aus Fertigbetonteilen hinter der FTZ, können die Feuerwehrleute lernen, sich abzuseilen, mit über 20 Kilogramm schweren Atemschutzgeräten die Treppe im Inneren zu bewältigen oder durch die Fenster einzusteigen. Aber auch einen Fitnessparcours und den Gang durch eine labyrinthartige Atemschutzübungsstrecke müssen sie mit Atemschutz bestehen.