Entertainmentsystem in Fachklinik Für TV und Telefon in Stenumer Klinik 300.000 Euro investiert

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Patient Ertwin Hibbeler aus der Wesermarsch nutzt das neue Entertainmentsystem in der Fachklinik für Orthopädie in Stenum. Foto: Thomas DeekenPatient Ertwin Hibbeler aus der Wesermarsch nutzt das neue Entertainmentsystem in der Fachklinik für Orthopädie in Stenum. Foto: Thomas Deeken

Stenum. Die Fachklinik für Orthopädie in Stenum hat rund 300.000 Euro investiert und für ihre Patienten ein neues Entertainmentsystem eingerichtet – mit 34 Fernsehsendern, Internet und weltweiter Telefon-Flatrate.

Wer sich neuerdings in der Fachklinik für Orthopädie in Stenum einer Operation unterziehen muss, möchte möglicherweise gar nicht so schnell wieder nach Hause. Denn vor wenigen Wochen hat die Krankenhausleitung für ihre Patienten ein neues Entertainmentsystem eingerichtet – mit zahlreichen Fernsehprogrammen, Telefon und Internet. Nach Angaben von Oliver Keßler, Leitung IT, gibt es die komplette Ausstattung an allen 63 Betten. „Das hat sonst keiner in der Region“, betonte der IT-Experte am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Systems.

Komplett neues Entertainmentprogramm

Bisher gab es laut Verwaltungsleiterin Susanne Langfeld alte Röhrenfernseher, die nicht mehr zeitgemäß waren und die eigentlich schon vor rund drei Jahren durch Flachbild-Fernseher ersetzt werden sollten. Doch dann sei Keßler auf die Idee gekommen, für die Patienten ein komplett neues Entertainment-Programm anzubieten.

Rund 300.000 Euro investiert

Das Krankenhaus nahm rund 300.000 Euro in die Hand, was Langfeld zufolge für die Klinik kein kleiner Betrag ist, und tauschte nicht nur die TV-Geräte, sondern auch die komplette Telefonie-Infrastruktur aus. „Dafür wurden rund 4000 Meter Kabel neu verlegt“, informierte der IT-Experte – und das alles bei laufendem Betrieb. Aber die Arbeiten seien so geplant worden, dass die Räume immer frei waren und die Patienten nicht gestört wurden.

90 Prozent der Patienten nutzen das Angebot

Ende des vergangenen Jahres begann die Testphase. Und seit Mitte Februar nutzen knapp 90 Prozent der Patienten das Angebot, so Langfeld und Keßler.

34 Fernsehsender mit sechs Mal Sky

Für jeden Patienten gibt es jetzt einen 18-Zoll-Terminal, installiert an einem Schwenkarm an der Wand. Insgesamt stehen 34 Fernsehsender zur Verfügung, davon sechs Mal Sky mit Fußball und anderem Sport. Darüber hinaus steht den Patienten auf diesen Terminals Internet zur Verfügung und eine weltweite Telefonflatrate. Außerdem sind 300 Zeitungen und Zeitschriften in digitaler Form vorhanden. Das Ganze für vier Euro pro Tag – allerdings nur für gesetzlich Versicherte. Privatpatienten zahlen nichts. Das heißt: Die meisten müssen zahlen, wenn sie das Angebot annehmen wollen. Denn laut Verwaltungsleiterin sind zwischen 80 und 90 Prozent der Patienten gesetzlich versichert.

Auch für Ältere leicht zu bedienen

Das System ist nach Angaben des Computer-Fachmanns auch für ältere Menschen leicht zu bedienen: Karte mit den Anmeldedaten reinstecken, Kopfhörer auf und über Touch auf dem Monitor das aussuchen, was gefällt. Wer das nicht möchte, kann das erste, zweite und dritte Programm sowie Radio kostenlos bekommen.

Weitere Pläne

Über dieses für Stenum neue System sollen künftig auch noch weitere Informationen an die Patienten weitergegeben werden. So sollen zu einem späteren Zeitpunkt die Patienten zu ihrer Zufriedenheit befragt werden, was jetzt noch über Papier läuft. Möglicherweise werden auch Videos mit wichtigen Infos zur bevorstehenden OP eingespielt. Es könnten Termine beispielsweise für die Rückenschule bekannt gegeben werden. Und es soll auch ein Serviceknopf installiert werden, wodurch das Personal sofort erkennen kann, dass es sich nicht um einen Notfall handelt, sondern dass der Patient lediglich etwas zu trinken haben möchte.

Mehr zur Stenumer Fachklinik lesen Sie hier und hier.


Für rund 28.000 Euro hat die Fachklinik für Orthopädie in Stenum 96 neue Patientenstühle angeschafft. Sie entsprechen nach Angaben von Verwaltungsleiterin Susanne Langfeld den neuesten hygienischen Anforderungen und erfüllen den Brandschutzstandard. Für Patienten und Pflegekräfte sei der drehbare Stuhl eine große Erleichterung, wenn es beispielsweise ums Waschender Patienten geht. Die alten Stühle sollten eigentlich in die Ukraine geliefert werden, befinden sich aber inzwischen im Dötlinger Scheunenkino.

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