Busverkehr in Ganderkesee Hutfilter und Bürgerbus in Ganderkesee Hand in Hand

Die Partnerschaft ist besiegelt: (von links) Stefan und Horst Hutfilter sowie Hanna Otter-Sandstedt und Rolf Kuhlmann bei der Vertragsunterzeichnung im Schulungsraum des Bürgerbusvereins. Foto: Reiner HaaseDie Partnerschaft ist besiegelt: (von links) Stefan und Horst Hutfilter sowie Hanna Otter-Sandstedt und Rolf Kuhlmann bei der Vertragsunterzeichnung im Schulungsraum des Bürgerbusvereins. Foto: Reiner Haase

Ganderkesee. Der Bürgerbus-Verein Ganderkesee freut sich auf gute Zusammenarbeit mit dem Buslinien-Konzessionär Hutfilter. Sie wurde am Donnerstag vertraglich besiegelt.

Für die nächsten zwölf Jahre ist das Busunternehmen Hutfilter der Konzessionär des Linien- und Schulbusverkehrs in Ganderkesee und Hude, und genauso lange soll auch die Partnerschaft mit dem Bürgerbusverein Ganderkesee währen. Horst Hutfilter, Geschäftsführer des Delmenhorster Familienunternehmens, und Hanna Otter-Sandstedt, die Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins, haben am Donnerstag einen sorgsam durchgearbeiteten Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Standardvertrag angepasst

„Der Zweckverband Verkehrsverbund Niedersachsen-Bremen hat aus Erfahrung mit 25 Bürgerbussen in seinem Bereich einen Standardvertrag. Er musste aber unseren Gegebenheiten angepasst werden“, berichtete der zweite Vorsitzende Rolf Kuhlmann. Unter anderem sei die Fahrgastaufteilung etwas korrigiert worden, sodass dem Bürgerbus keine finanziellen Nachteile entstehen. „Es kommt eine neue Zeit. Für uns ist das ein ziemlich großer Tag“, betonte Otter-Sandstedt. Sie sei froh, dass den Ehrenamtlichen des Vereins keine zusätzlichen Aufgaben aufgeladen werden. Hutfilter blickte knapp und Präzise nach vorn: „Auf gute Zusammenarbeit.“

Vertrag gilt ab August

Der jetzt unterzeichnete Vertrag gilt ab dem 1. August, wenn Hutfilter offiziell den bisherigen Konzessionär Weser-Ems-Bus (WEB) ablöst. „Der Fahrgast wird vom Wechsel wenig merken“, sagt Stefan Hutfilter, der Disponent des Busunternehmens, voraus. „Die gleichen Busse und die gleichen Fahrer sind unterwegs“, kündigt er an. Bisher haben die Busse der Firmen Hutfilter, Thiemann, Schote und Gebken & Gerdes die Fahrgäste als Subunternehmer im WEB-Auftrag befördert, jetzt hat Hutfilter den Hut auf. 19 Linien sind im Linienbündel Landkreis Oldenburg-Nord zu bedienen, das seien 804.000 Nutzkilometer, rechnete Stefan Hutfilter vor. „Wir können nur die Tachos ablesen. Pro Jahr kommen unsere drei Fahrzeuge auf rund 130.000 Kilometer“, ergänzte Kuhlmann.

Bürgerbus-Verein optimistisch

Der zweite Vorsitzende blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Wir haben jetzt mit einem familiengeführten Privatunternehmen zu tun und nicht mehr mit einem Anhängsel der Bahn“, sagte er. Die Oldenburger hätten gelegentlich die Belange des kleinen Bürgerbusvereins aus dem Auge verloren, und in dem Großunternehmen hätten die Ansprechpartner häufig gewechselt.

Zwei Drucker zum Einstand

Von den Bürgerbusfahrern längst schon herbeigesehnt, werden die drei Bürgerbusse in Kürze mit neuen Fahrscheindruckern ausgestattet. Auch das ein Vorzeichen guter Zusammenarbeit: Zwei Drucker finanziert Hutfilter. „Das hat uns ermutigt, den dritten aus der eigenen Kasse zu bezahlen“, sagt Otter-Sandstedt.


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