Zukunftstag als Sprungbrett Ganderkeseer Betriebe setzen auf „Zukunftskinder“

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Ganderkesee. Beim Zukunftstag können Kinder Berufe sehen, die sie bisher nicht so gut kennen. Manche Zukunftskinder kehren später zurück in den Betrieb.

Beim Zukunftstag zeigten am Donnerstag viele Arbeitgeber den Kindern was und wie sie arbeiten. Im Ganderkeseer Rathaus hatten die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr eine Rallye vorbereitet. Sieben Schüler bekamen so einen Einblick in die Gemeindeverwaltung. Bei der Tischlerei H. Sandkuhl waren sechs Schüler aus Delmenhorst, Ganderkesee und Hude zu Gast und bauten nach der Besichtigung einen Nistkasten.

Bekleidet in grünen T-Shirts begleiteten elf Jungs und Mädchen in der Orthopädie-Klinik in Stenum die Mitarbeiter. Über Bekannte oder ihre Eltern haben die Schüler aus Bremen, Oldenburg, Delmenhorst oder Ganderkesee zur Klinik nach Stenum gefunden. „Es ist interessant mal zu sehen, wie das hier läuft“, sagte der 14-jährige Tyl Heinemann. Am spannendsten fand er, den Wachraum zu sehen. Dort konnten die Schüler ihren Blutdruck sowie den Sauerstoffgehalt und Zuckerspiegel ermitteln. Im Labor gab es ein Röntgenbild einer Hüftprothese zu sehen. „Das neue Gelenk war sehr weiß“, berichtete die zehnjährige Mette Ötken. Als Assistenzarzt Hennig Weyh an einem Skelett den Aufbau des Stütz- und Bewegungsapparates erklärte, war es dann kein Problem mehr die Hüfte zu erkennen.

„Wir sehen normal die ‚Zukunftskinder‘ immer wieder“, sagte Daniela Wolff, Pressesprecherin der Klinik. Denn viele machen später dort ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Lehrling Robin Franzen war einst beim Zukunftstag beim heutigen Arbeitgeber

Aus Robin Franzen wurde bei der Tischlerei Franz Reisch sogar ein Auszubildender. „Das ist ein Glücksfall, wenn das so kommt“, sagte sein Chef Franz Reisch im Gespräch. Der Zukunftstag sei eine gute Möglichkeit den eigenen Beruf vorzustellen und auch zu sehen, wie geeignet die Schüler sind. „Da sieht man auch gleich, ob sie die Ausdauer haben.“

Nach dem Zukunftstag in der sechsten Klasse machte Franzen ein Praktikum in der achten Klasse, blieb aber bis zum Fachabitur in der Schule. Denn nach der Lehre will er weiter im Bereich Innenarchitektur arbeiten.

Beim Zukunftstag sollen die Schüler besonders außerhalb des traditionellen, geschlechtsspezifisch geprägten Spektrums Berufe kennenlernen. In der Ausbildung gebe es überwiegend Jungs, anders sehe es beim Zukunftstag aus. „Da kommen auch schon Mädchen“, sagt Reisch. Zwei der sieben Schüler waren dieses Mal Mädchen. Gemeinsam wurde ein Geschenk aus Holz für den Muttertag Schritt für Schritt angefertigt.


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