Tennis-Standort Thema im Ausschuss Ganderkeseer Tennisspieler hängen immer noch in der Luft

Hofft auf eine Zusammenarbeit mit dem Turn- und Sportverein (TSV): Ralf Kotzott, Vorsitzender des Ganderkeseer TV, der die Tennisanlage am Schlutterweg nur noch bis zum Jahresende nutzen kann. Archivfoto: Lars PingelHofft auf eine Zusammenarbeit mit dem Turn- und Sportverein (TSV): Ralf Kotzott, Vorsitzender des Ganderkeseer TV, der die Tennisanlage am Schlutterweg nur noch bis zum Jahresende nutzen kann. Archivfoto: Lars Pingel

Ganderkesee. Nur noch wenige Monate, dann ist es mit dem Spiel- und Trainingsbetrieb des Ganderkeseer Tennisvereins auf der Anlage am Schlutterweg vorbei. Im Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport am Mittwoch, 25. April, soll über den derzeitigen Sachstand bei der Suche nach einem neuen Domizil für die Tennisspieler informiert werden.

Es ist noch keine konkrete Lösung in Sicht, wie es mit dem Spiel- und Trainingsbetrieb des Ganderkeseer Tennisvereins (GTV) weitergehen soll, wenn er zum Ende dieses Jahres die Anlage am Schlutterweg verlassen muss. Das geht aus den Ausschussunterlagen der Ganderkeseer Verwaltung hervor, die am Mittwoch, 25. April, im Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport darüber berichten will, was sie alles auf die Beine gestellt hat, um einen neuen Standort für den GTV zu finden. Ralf Kotzott, Vorsitzender des Tennisvereins, favorisiert derzeit die Idee, mit dem Turn- und Sportverein (TSV) Ganderkesee zu kooperieren und dort eine Tennissparte einzurichten. „Das könnte eine ideale Lösung für alle sein“, sagt Kotzott.

„Beim TSV kurzfristig nicht realisierbar“

TSV-Geschäftsführer Hans Peckelsen bestätigte gegenüber dem dk, dass es bereits Gespräche gegeben hat. „Wir können zu diesem Thema im Moment aber noch gar nicht Stellung beziehen“, informiert Peckelsen. Dagegen heißt es seitens der Verwaltung: „Angesichts der eigenen Zukunftsplanungen halten Vorstand und Geschäftsführung des TSV ein entsprechendes Projekt kurzfristig nicht für realisierbar.“

Rethorner Anlage für GTV-Chef keine Option

Nicht infrage komme die Anlage des Tennisclubs Rethorn, der sich – wie berichtet – in Kürze auflösen will, erklärt GTV-Chef Kotzott. Die Gemeindeverwaltung hatte dem Verein vorgeschlagen, das Gelände mit zwei Tennisplätzen und einem Klubhaus zu nutzen. Es könnte möglicherweise allen GTV-Aktiven als Ausgangspunkt für eine Neuausrichtung zur Verfügung gestellt werden, teilt die Gemeinde, der die Anlage gehört, mit.

Bookholzberger gegen Zusammenschluss

Bereits im Januar hatte der Tennisverein Bookholzberg (TVB) vor Mitgliedern aus Rat und Verwaltung mit Bürgermeisterin Alice Gerken an der Spitze einem Zusammenschluss mit dem GTV eine deutliche Absage erteilt. Außerdem sei es inzwischen auch keine Option mehr, dass die Gemeinde das Areal am Schlutterweg erwirbt, weil das Grundstück mittlerweile an einen Investor verkauft worden sei, so die Verwaltung. Darüber hinaus habe der Eigentümer der beiden Tennisplätze im Bereich des Flugplatzes auf Anfrage der Verwaltung mitgeteilt, aktuell kein Interesse am Tennisport an diesem Standort zu haben.

Neubau sprengt finanziellen Rahmen

Nicht zu finanzieren ist voraussichtlich der Neubau von zwei bis drei Tennisplätzen mit separatem Sanitärgebäude am Immerweg. Das auf über eine Million Euro geschätzte Projekt könnte den finanziellen Rahmen des GTV sprengen, befürchtet die Verwaltung. Außerdem gebe es für das vorgesehene Grundstück andere Optionen wie die Erweiterung der TSV-Sportanlage. Im Übrigen wäre ein Baubeginn nicht vor 2019/2020 realisierbar. Bis dahin ist der Pachtvertrag für die Anlage am Schlutterweg aber längst abgelaufen. Fazit nach Prüfung mehrerer Optionen aus Sicht der Verwaltung: „Derzeit ist kein finanziell darstellbarer Weg erkennbar, dem GTV einen Lösungsvorschlag zu unterbreiten.“

Saisonstart am 28. April

GTV-Vorsitzender Kotzott will aber nicht aufgeben: „Wir sind immer noch hundertprozentig für unsere derzeit 186 Mitglieder da und haben auch acht Plätze so aufbereitet, dass wir am Samstag, 28. April, die Saison eröffnen können.“ Um 14 Uhr geht es mit einem Mixed-Turnier und vielen Informationen los. Alle Ausschussmitglieder seien eingeladen, um sich dort selbst ein Bild vom Verein machen zu können.

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