Renovierung mit viel Eigenleistung Dorftreffpunkt in Elmeloh auf Vordermann gebracht

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Reinhard Siemer zeigt SPD-Ratsmitgliedern die renovierten Räume des Dorfgemeinschaftshauses an der Baumstraße. Foto: Dirk HammReinhard Siemer zeigt SPD-Ratsmitgliedern die renovierten Räume des Dorfgemeinschaftshauses an der Baumstraße. Foto: Dirk Hamm

Elmeloh. Der Ortsverein Elmeloh hat viel Arbeit in die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses an der Baumstraße gesteckt. Am Mauerwerk gibt es noch einiges auszubessern, hier sei die Gemeinde am Zug.

Als Reinhard Siemer am Montagabend die angemeldete Besuchergruppe aus der Politik begrüßt, ist der Treffpunkt schon die Botschaft: Der Vorsitzende des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh und seine Vorstandskollegen zeigten Mitgliedern der Ganderkeseer SPD-Ratsfraktion die sanierten und renovierten Räume des Dorfgemeinschaftshauses an der Baumstraße. Von der Decke bis zu den Böden, alles wirkt hell und freundlich in der ehemaligen Dorfschule.

Renovierungspläne schon älter

Ob Mini-Club, Mal- und Gesangsgruppe oder auch die private Feier – das Dorfgemeinschaftshaus ist seit beinahe 30 Jahren ein wichtiger Mittelpunkt des Dorflebens. Schon vor drei Jahren hatte der Heimat- und Ortsverein in geringerem Umfang Renovierungspläne in Angriff genommen, unter anderem sollte eine neue Küche eingerichtet werden.

Nach Auszug der Flüchtlinge viel zu tun

Die zwischenzeitliche Nutzung als Flüchtlingsunterkunft in den Jahren 2015 und 2016 hat dann zum großen Wurf animiert: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde als Eigentümer haben die Vereinsaktiven den Treffpunkt in Eigenleistung grundlegend auf Vordermann gebracht. „Die Räume waren stark renovierungsbedürftig, in der Küche war alles alt und kaputt“, blickt Siemer zurück. Neben der enormen Arbeitsleistung der beteiligten Mitglieder vom Malern und Tapezieren über die Erneuerung der Elektrik bis zur Neugestaltung des Herren-WC hat der Verein laut dem Vorsitzenden auch rund 15.000 Euro in die Renovierung gesteckt.

Arbeit noch nicht vollendet

Dabei ist man in manchen Bereichen deutlich weiter gegangen als ursprünglich angedacht. So reifte die Entscheidung, nicht nur die Tür der Herrentoilette zu erneuern, sondern gleich alle Türen deutlich breiter und somit behindertengerecht zu gestalten.

Die Arbeit ist trotz des bisher Erreichten noch nicht vollendet: Siemer verweist auf die breiten, ausgewaschenen Fugen im Mauerwerk, durch die Feuchtigkeit eindringt. Hier sieht das Vorstandsteam das Rathaus am Zug, die notwendigen Ausbesserungsarbeiten am Giebel müssten von der Gemeinde finanziert werden.

Rasen seltener als früher gemäht

Ärgerlich ist aus Sicht des Vereins, dass im Winter die Regenrinne verstopft und zugefroren ist, was innen bald Flecken entstehen ließ. Auf Nachfrage habe sie erfahren, dass der Hausmeister des im linken Gebäudeteils untergebrachten Kindergartens für diese Arbeiten am Haus nicht zuständig sei, berichtete Schatzmeisterin Linda Schubert. SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Brakmann sicherte zu, in dieser Frage im Rathaus nachzuhaken. Kritisch wurde auch angemerkt, dass der Kommunalservice den Rasen seltener als früher mähe und die Nutzung des Gartens so erschwert werde.


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