Naturschutz in Ganderkesee Stenumer Holz wird zum Naturschutzgebiet

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Karin Gercke gönnt ihren Hunden täglich im Stenumer Holz Auslauf. „Sie brauchen Bewegung“, sagt sie. Foto: Reiner HaaseKarin Gercke gönnt ihren Hunden täglich im Stenumer Holz Auslauf. „Sie brauchen Bewegung“, sagt sie. Foto: Reiner Haase

Stenum/Ganderkesee. Im Landkreis Oldenburg werden Flora-Fauna-Habitat-Gebiete zügig in Naturschutzgebiete umgewandelt. Auch das Stenumer Holz wird unter verstärkten Schutz gestellt.

Die Naturschutzgebiete in der Gemeinde Ganderkesee wachsen noch in diesem Jahr um das 100 Hektar große Stenumer Holz. Die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Oldenburg hat eine Naturschutzverordnung ausgearbeitet, und der Umweltausschuss der Gemeinde Ganderkesee hat dem Entwurf jetzt zugestimmt.

Ganderkesee will Weg ausbauen

Allerdings fordern die Ganderkeseer eine Ergänzung im Paragrafen „Befreiung“: Wie vom Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum gewünscht, soll zugelassen werden, dass der provisorisch befestigte Pfad nahe dem Waldrand am Forstweg zu einem Fuß- und Radweg ausgebaut werden kann, wenn die Pläne für den Ausbau des Forstwegs ausgereift sind.

Waldpädagogik bleibt erlaubt

Gut geregelt ist aus Sicht der Ganderkeseer, dass Kinder aus Stenum und Rethorn weiterhin die Natur im „Waldklassenzimmer“ erkunden können. Die Erlaubnis soll zunächst auf fünf Jahre befristet sein, aber verlängert werden können.

Wege bleiben offen

Alle deutlich erkennbaren Wege durch den Wald sollen auch unter Naturschutz begehbar und mit dem Rad befahrbar bleiben. Das gilt auch für den Waldlehrpfad des Orts- und Heimatvereins. Auf diesem Rundweg ist allerdings die „Mondscheinbrücke“ marode. Einige Bohlen müssen in Kürze ausgewechselt werden. Die Gemeindeverwaltung schätzt die Kosten auf 7500 Euro. Über kurz oder lang müsse die Brücke ganz erneuert werden.

Ökologische Qualität

Das Stenumer Holz wird wegen seiner ökologischen Qualität als Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Gebiet geführt. Der Wald ist der Europäischen Union schon vor etlichen Jahren für das ökologische Netzwerk Natura 2000 gemeldet.


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