Springsane-Festival 2018 Metal-Fans feiern in Hude beim „Moshen“

Von Mareike Bader

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Hude. Wild und laut ist es am Samstag in Hude beim Springsane-Festival zugegangen. 230 Metal-Fans tanzten und feierten ausgiebig, auch wenn das mitunter komisch aussieht.

Vor fünf Jahren fing alles klein mit der Huder Metal-Band „Rising Insane“ an. Sie wollte eine Auftrittsmöglichkeit in der Umgebung. Die Band zog am Samstag auch in der sechsten Auflage des Sprinsane Festivals noch die meisten der 230 Besucher in den Huder Kulturhof. „Wir haben heute sieben Bands da, drei kommen hier aus dem Landkreis Oldenburg“, sagt Florian Köchy, Gitarrist der Band. Hauptacts waren Skywalker aus Tschechien sowie Napoleon aus England, die bis Mitternacht spielten.

Musikmix verschiedener Metal-Stile spricht Publikum an

Auch Kevin Hogrefe aus Delmenhorst freute sich auf Rising Insane, aber auch auf den Rest des Programms. „So kann man auch auf lokaler Ebene den Horizont mal erweitern.“ Hogrefe war schon mehrmals beim Springsane-Festival: „Ich finde es jedes Mal ultrageil.“ Die Stimmung sei gut und auch der Musikmix mit den verschiedenen Metal-Stilen ansprechend: „Es ist auf jeden Fall tanzbar.“

Das Tanzen sieht von außen tatsächlich eigenartig aus. Schlagzeug und Gitarre scheinen sich bei „Skulled“ gegenseitig anzupeitschen. Die Riffs rattern hart, die langen Haare einiger Fans fliegen beim Headbanging. Die Menge springt wild vor der Bühne hin und her und schubst sich gegenseitig. „Moshen“ nennt sich das. „Da kann man einfach alles rauslassen“, erklärt Hogrefe.

Veranstaltung wird durchweg befürwortet

So laut und wild es im Kulturhof selbst ist, so ruhig und gelassen ist die Stimmung draußen. Die Veranstalter achten darauf, dass die Türen schnell wieder geschlossen werden. Der kleine abgezäunte Außenbereich ist zur Parkstraße gerichtet, damit es nicht zu laut für die Nachbarn wird. Die Veranstaltung wird durchweg befürwortet. „Hier ist ja sonst nicht viel“, sagt ein Anwohner. Die Bemühungen der Veranstalter werden gelobt – auch, dass es um den Kulturhof nicht zu herumliegendem Müll kommt.

„Rising Insane“ als Veranstalter freuen sich auch weiterhin über die Unterstützung der Gemeinde. Bürgermeister Holger Lebedinzew sei sogar vorbeigekommen und habe sich das Geschehen angeschaut, berichtet Köchy.

Festival wird größer

„Es geht weiter und wird größer. Mal sehen, wohin es sich weiter entwickelt“, sagt Köchy zum Festival. Eine Erweiterung auf mehrere Tage sei aber vorerst nicht vorgesehen. „Wir wollen uns auf jeden Fall weiterentwickeln.“

Andrang gibt es genug. 300 Bands aus ganz Deutschland hätten sich beworben. Doch heimische Bands sollen hier den Vorzug erhalten. Vielleicht gibt es schon eine Änderung im nächsten Jahr. Dann findet die siebte Auflage des Springsane-Festivals statt.


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