Polizei kontrolliert bei WIldeshausen Kaum ein Laster auf A1 ist ohne Mängel

Von Thorsten Konkel

Aufgrund der zuletzt schweren Verkehrsunfälle auf der A1 unter Beteiligung von Lastwagen hat die Polizeidirektion Oldenburg am Donnerstag eine Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd anberaumt.  Symbolfoto: Armin Weigel /dpaAufgrund der zuletzt schweren Verkehrsunfälle auf der A1 unter Beteiligung von Lastwagen hat die Polizeidirektion Oldenburg am Donnerstag eine Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd anberaumt. Symbolfoto: Armin Weigel /dpa

Wildeshausen. Aufgrund der zuletzt schweren Verkehrsunfälle auf der A1 unter Beteiligung von Lastwagen hat die Polizeidirektion Oldenburg am Donnerstag eine Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd anberaumt. Knapp Dreiviertel der überprüften Fahrzeuge wurden von den Spezialisten beanstandet.

Die Polizei spricht von einer erschreckend hohen Beanstandungsquote von 73 Prozent. Einige der Lastwagen mussten sprichwörtlich „aus dem Verkehr gezogen“ und stillgelegt werden.

Die gezielte Kontrolle hatte die Schwerpunkte technische Mängel sowie Ladungssicherung, heißt es im Polizeibericht.

Insgesamt wurden 46 Lastwagen und Sattelauflieger überprüft. 34 Fahrzeuge davon wiesen Mängel auf, sechs sogar so gravierend, dass sie bis zur Behebung stillgelegt wurden.

Container liegen ungesichert auf Anhänger

Besonders negativ hervor tat sich unter anderem ein 46-jähriger Lasterfahrer auf dem Weg nach Polen. Seine „Twistlocks“, Verbindungsstücke, die Container fest mit dem Anhänger verbinden sollten, waren in drei Fällen nicht vorhanden und in einem Fall ohne Funktion. Das kan zur Folge haben, dass Container während der Fahrt abfallen. Ein 37-jähriger Fahrer transportierte mit seinem Lkw samt Anhänger Boxen für Schiebedächer. Die Beamten stellten Mängel fest, die eine Vorführung beim TÜV erforderlich machten.

Reifen und Bremensen defekt

Im Ergebnis wurde ein erheblicher Reifenschaden an dem Zugfahrzeug bemerkt. Damit nicht genug, die Bremsanlage am Anhänger war an einer Achse ohne jegliche Wirkung.

Die Fachleute stellten bei einem Sattelauflieger, der 20 Tonnen Bier beförderte, zudem Mängel am Sattelauflieger fest. An der linken Seite fiel die gesamte Luftfederung aus und der Sattelauflieger war somit ungefedert. Der Fahrer hatte noch vor Ort ein empfindliches Bußgeld zu zahlen.

Auch bei zwei Gefahrguttransportern mussten vor der Weiterfahrt erst noch Mängel behoben werden Auch hier wurden Sicherheitsleistungen gezahlt. Einer davon war ein Sattelzug, der mit 18 Tonnen umweltgefährdender Stoffe unterwegs war. Seine Ladung war völlig unzureichend gesichert. Ein mit 22 Tonnen Gefahrgut beladenes Gespann hatte an der Sattelzugmaschine sowie am Auflieger ebenfalls gravierende Mängel an der Bremsanlage.

Mit einem Getriebeteil für eine Windkraftanlage war ein 23-jähriger Fahrer unterwegs. Der Transport war um 23 Prozent überladen. Bei einem weiteren Sattelzug stellten die Beamten eine defekte Bremsanlage fest. Auch der Fahrer eines mit 13 Tonnen Stahlrohren beladenen Lasters wurde mit einem völlig maroden Fahrzeug erwischt.