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12.04.2018, 19:06 Uhr KOMMENTAR

Nicht alle wollen „nur spielen“

Kommentar von Bettina Dogs-Prößler

Die einjährige Skyler ist ein Staffordshire-Terrier-Mischling und lebt derzeit im Tierheim Bergedorf. Foto Bettina Dogs-PrößlerDie einjährige Skyler ist ein Staffordshire-Terrier-Mischling und lebt derzeit im Tierheim Bergedorf. Foto Bettina Dogs-Prößler

Ganderkesee. Innerhalb weniger Tage sind in Hannover und Hessen drei Menschen durch ihren eigenen Hund getötet worden. Auch Rasselisten oder Hundeführerscheine haben die tödlichen Attacken nicht verhindern können.

Keine Rasseliste wird lebensbedrohliche Hundeattacken verhindern, genauso wenig wie der Hundeführerschein etwas darüber aussagt, ob jemand mit einem Hund umgehen kann oder nicht. Mag die Idee dahinter noch so nett sein; solange Hunde nicht nach ihren Veranlagungen, sondern ihrem Aussehen, ihrer vermeintlichen Gefährlichkeit oder aus Mitleid ausgewählt werden und Züchter ihre Tiere an Leute abgeben, die für die Rasse nicht geeignet sind, werden wir das Problem mit Beißvorfällen nicht in den Griff bekommen. Ob es der Mensch wahrhaben will oder nicht: Es gibt tatsächlich Hunde, die eben nicht „einfach nur spielen“ wollen und deren hündisches Verhalten leider oft falsch verstanden wird. Mitunter mit fatalen Folgen.