Zentrumskonzept für Hude Leitplanken für Huder Ortsmitte der Zukunft

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Mehr Erlebnisse in der Ortsmitte: In der Italienischen Nacht in Hude sind 2017 schon einmal Akzente gesetzt worden. Archivfoto: Melanie HohmannMehr Erlebnisse in der Ortsmitte: In der Italienischen Nacht in Hude sind 2017 schon einmal Akzente gesetzt worden. Archivfoto: Melanie Hohmann

Hude. Die Gemeinde Hude braucht ein Konzept gegen das Ausbluten der Ortsmitte. Wo Läden sterben, soll der Erlebniswert steigen.

Das Schrumpfen des klassischen Einzelhandels ist im Huder Ortszentrum nicht zu übersehen: Wo Fachhandel war, ziehen Dienstleister ein, und manches Geschäft steht leer. „Das Beispiel Rossmann zeigt: Wir haben keine klaren Vorstellungen, wohin sich die Ortsmitte entwickeln soll“, blickt Bürgermeister Holger Lebedinzew auf die Aufregung zurück, mit der mancher Huder auf den jüngsten Neubau an der zentralen Parkstraße reagiert hat. Das soll sich ändern: Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung hat am Mittwoch ein „integriertes städtebauliches Konzept“ für den zentralen Versorgungsbereich zwischen Am Sandkamp und Stöverskamp, Parkstraße und Bahn auf den Weg gebracht. Von „Leitplanken“ war die Rede und von „Verlässlichkeit für Investoren“.

Eigentümer mit im Boot

„Hier geht es um Eigentum. Die 50 Eigentümer, die Geschäftsleute müssen mitgenommen werden“, betonte der Bürgermeister im Fachausschuss. Die Grundlagen fürs Konzept sollten ihm zufolge von den Eigentümern, Ratspolitikern und Vertretern der Verwaltung in moderierten Workshops geschaffen werden. „Wir wollen das auch aber nicht nur mit den Eigentümern, sondern mit allen Bürgern“, hielt Ulrike Janz-Janzen (SPD) dagegen, und Kirsten Neuhaus (Grüne) schlug in die gleiche Kerbe. Städteplaner Michael Meier (NWP) probte den Brückenschlag: „Die Eigentümer sind wichtig, aber unwichtig sind die Bürger an dieser Stelle nicht.“

Stillstand verboten

Pascal Buntrock (FDP) erwartet von den Beteiligten „Kreativität, Offenheit und Zukunftsdenken“. Es gehe nicht weiter mit „Es soll so bleiben, wie es ist“. Auch Martina Schneider, die Leiterin des Fachbereichs Gemeindeentwicklung, will, dass alte Zöpfe abgeschnitten werden: „An der Parkstraße stockt die Entwicklung, weil das Verbot geschlossener Bebauung Projekte nicht zulässt.“

Entwicklung aus der Mitte

Heiko Aschenbeck (SPD) formulierte schon einmal seine Antwort auf das Schrumpfen des Einzelhandels: „Der Erlebniswert muss steigen, um die Frequentierung der Ortsmitte zu erhalten.“ Dirk Vorlauf (CDU) wies auf die Möglichkeit hin, mit dem Konzept Städtebau-Fördermittel für Projekte am Bahnhofsvorplatz und am Torfplatz einzuwerben. Karin Rohde (Grüne) empfahl, Konzepte für die Huder Bereiche außerhalb der Ortsmitte zu bedenken. „Es macht Sinn, Hude von der Mitte in die Außenbereiche zu entwickeln“, entgegnete Bürgermeister Lebedinzew.


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