Schwerer Bandendiebstahl Ahlhorner geht für fünfeinhalb ins Jahre Gefängnis

Von Alexandra Wolff

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Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Wildeshausen hat einen 21-Jährigen zu fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Symbolfoto: David Ebener/dpaDas Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Wildeshausen hat einen 21-Jährigen zu fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Symbolfoto: David Ebener/dpa

Wildeshausen. Schwerer Bandendiebstahl war das schwerste Delikt, das ein 21-jähriger Ahlhorner begangen hatte. Doch auch wegen weiterer Vergehen hat ihm das Jugendschöffengericht eine harte Strafe zuerkannt.

Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes Wildeshausen hat am Mittwoch einen 21-Jährigen zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Schwerer Bandendiebstahl, zwei vollendete und einen versuchten Einbruch, unerlaubten Waffenbesitz und Hehlerei hat sich der Ahlhorner zuschulden kommen lassen.

Da der Mann mehrere Delikte begangen hatte, sah das Jugendschöffengericht davon ab, ihn nach Jugendstrafrecht zu verurteilen. Mit ihrem Urteil folgte die Richterin dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger wollte eine Jugendstrafe, möglichst mit Bewährung. Denn zum Tatzeitpunkt war der Ahlhorner noch 20 Jahre alt, galt also als Heranwachsender.

„Dem Antrag des Verteidigers bin ich aber nicht gefolgt, weil die Taten zu schwerwiegend sind“, erläuterte die zuständige Richterin. „Von einem von insgesamt drei vollendeten Einbrüchen ist er freigesprochen worden. Und auch von dem Vorwurf, ein Autokennzeichen gestohlen zu haben.“ Außerdem konnte dem 21-Jährigen keine positive Sozialprognose gestellt werden, sodass ein milderes Urteil wohl nicht erfolgsversprechend gewesen wäre.

Der Haftbefehl vom Oktober wird für den Ahlhorner aufrecht erhalten. Das heißt, dass er in Untersuchungshaft bleibt, bis das Urteil rechtskräftig ist. Eine Woche lang kann er Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. In diesem Fall würde der Fall vor dem Landgericht verhandelt werden.

6000 Euro erbeutet

Der 21-Jährige ist von Februar bis Oktober 2017 in mehrere Einfamilienhäuser in der Gemeinde Großenkneten eingebrochen. Einmal blieb es beim Versuch. Seine Komplizen und er stahlen während ihrer Einbruchsserie Diebesgut im Wert von 6000 Euro, darunter Bargeld, Uhren und Schmuck. Den Schmuck habe er an einen Bremer Juwelier verkauft. Von den Schmuckdiebstählen habe er allerdings nichts gewusst, sagte der junge Mann vor Gericht.

Bei einer Polizeikontrolle im Februar erwischte ihn die Polizei beim Hauptbahnhof Oldenburg mit einer Schreckschusspistole, für die er einen Kleinwaffenschein hätte haben müssen.


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