XXL-Ganter als neues Wahrzeichen Verein plant Riesenskulptur für Ganderkesee

Von Thorsten Konkel

Hebt bald ab: (v.l.) Rolf Schütze, Dirk Schulte Strathaus, Jürgen Hertrampf und Eckhard Eichhorn bestaunen den Mini-Ganter, der mit dem Wetterballon aufsteigen soll. Foto: Thorsten KonkelHebt bald ab: (v.l.) Rolf Schütze, Dirk Schulte Strathaus, Jürgen Hertrampf und Eckhard Eichhorn bestaunen den Mini-Ganter, der mit dem Wetterballon aufsteigen soll. Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Nicht kleckern, sondern klotzen: Frei nach dieser Devise plant der Verein Ganter-Art ein neues, großes Wahrzeichen für die Gemeinde Ganderkesee.

Dass aus dem Traum vom XXL-Kunstwerk inzwischen eine erstzunehmende Planung geworden ist, hat Vorsitzender Eckhard Eichhorn gestern auf der Hauptversammlung des Vereins enthüllt.

„Es wird etwas Riesiges werden. Wir haben ein 15.000 Quadratmeter großes Gelände in der Gemeinde gefunden, und wir stehen mit dem Eigentümer im Gespräch, um dort den Riesen-Ganter als neues Wahrzeichen für die Gemeinde aufzustellen“, beteuerte der Vorsitzende, ohne näher ins Detail zu gehen.

Kunst im öffentlichen Raum

Sicher ist aber, dass der Verein, der Kunst im öffentlichen Raum zur Förderung sozialer Projekte einsetzt, seine im letzten Jahr begonnene Neuausrichtung 2018 fortsetzt.

„Wir beabsichtigen die Kooperation mit dem Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh“, verriet Eichhorn. Erstes Projekt dieser Zusammenarbeit soll ein „Ganter-Gruppensingen“ am 31. August im Elmeloher Dorfgemeinschaftshaus an der Baumstraße sein. Zuvor werde eine solche Singveranstaltung aber am 9. Mai in der Mensa am Steinacker stattfinden. „Wie im letzten Jahr wieder unter der Leitung von Chorleiterin und Profi-Sängerin Stefanie Golisch“, sagte Eichhorn.

Besonderes Vergnügen bereitete dem früheren Ballonfahrer die Ankündigung eines weiteren Projekts, mit dem der Verein erstmals eine Skulptur in die Lüfte aufsteigen lässt: Die Schülerfirma der Oberschule an der Ellerbäke will am 27. April einen Wetterballon in die Stratosphäre schicken.

Mini-Ganter steigt in Stratosphäre auf

Ganter-Art hilft dabei nicht nur beim Einsatz eines sogenannten „Datenloggers“, sondern schickt mit dem Messballon auch gleich noch einen Mini-Plastik-Ganter himmelwärts.

Das kommt nicht ganz an den Tesla-Sportwagen he-ran, der kürzlich in den USA zu Werbezecken per Rakete auf Geheiß des Milliardärs Elon Musk ins All geschossen wurde, bringt dem Verein aber sicher nicht nur bei den Schülern Sympathiepunkte ein. Auch mit einem Ganter-Blog wollen die Aktiven künftig im Internet für sich werben.

81 Skulpturen hat Ganter-Art bis Ende 2017 aufgestellt; fünf bis sechs weitere sollen 2018 hinzukommen.