Ausverkauftes Haus Müller Poetry-Slam trifft den Nerv der Ganderkeseer

Von Lennart Bonk

Regina Rode (vorne) hat den zweiten Poetry-Slam in der Gemeinde Ganderkesee gewonnen. Hinter ihr das gut gelaunte Teilnehmerfeld (v. l.) Sebastian Butte (Moderator), Lennart Hamann, Janina Mau, „Vorwiegendinmoll“, Rita Apel und Simeon Buß. Foto: Lennart BonkRegina Rode (vorne) hat den zweiten Poetry-Slam in der Gemeinde Ganderkesee gewonnen. Hinter ihr das gut gelaunte Teilnehmerfeld (v. l.) Sebastian Butte (Moderator), Lennart Hamann, Janina Mau, „Vorwiegendinmoll“, Rita Apel und Simeon Buß. Foto: Lennart Bonk

Ganderkesee. Zum zweiten Mal wurde im Kulturhaus Müller mit Worten um die Gunst des Publikums gerungen. Im ausverkauften Haus Müller setzte sich kurzfristig die eingesprungene Regina Rode gegen eine Poetry-Slam-Landesmeisterin durch.  

Das Format Poetry-Slam scheint den Nerv der Ganderkeseer getroffen zu haben. Nachdem bei der erfolgreichen Premiere im vergangenen November noch ein paar Plätze unbesetzt geblieben waren, ist das Kulturhaus Müller am Freitagabend bei der zweiten Ausgabe restlos ausverkauft gewesen.

Slammer präsentierten bunte Text-Palette

Viele der 70 Besucher wohnten zum ersten Mal einem modernen Dichterwettstreit bei und bekamen gleich einen guten Eindruck von den verschiedenen Facetten der Veranstaltung. Das wortgewandte Quintett aus Rita Apel, Janina Mau, Regina Rode, „Vorwiegendinmoll“ und Lennart Hamann tischte eine bunte Text-Palette auf. Ob humorvolle Kurzgeschichten oder tiefgründige Poesie: Das Publikum fühlte sich bestens unterhalten und spendete viel Applaus.

Gewinnerin erlebt umwerfenden Abend

Am Ende des gut zweieinhalbstündigen Abends gewann Regina Rode die Gunst des Publikums. Die Hildesheimerin war kurzfristig für einen erkrankten Slammer eingesprungen. Mit einem wehmütigen Text über das oft tabuisierte Thema Depression setzte sie sich im Finale gegen Rita Apel, Landesmeisterin Bremen/Niedersachsen 2014, durch. „Der Abend war umwerfend“, bilanzierte die Gewinnerin.

Steinmetz denkt über größeren Veranstaltungsort nach

Umwerfend beschreibt auch treffend die Resonanz auf das Format Poetry-Slam im Kulturhaus. Schon Tage vorher waren alle Karten restlos vergriffen. Auch Dr. Wiebke Steinmetz, Kulturbeauftragte der regioVHS, zeigte sich mit der zweiten Ausgabe des Poetry-Slams zufrieden. Aufgrund der großen Nachfrage denkt die Kunsthistorikerin sogar über einen größeren Veranstaltungsort nach. „Doch vorerst bleibt der Poetry-Slam im Kulturhaus“, versicherte Steinmetz. Dort passe er bestens hin.

Nächster Poetry-Slam im Herbst

Bis zum nächsten Dichterwettstreit in der Gemeinde müssen sich die Kulturfans gedulden. Im kommenden Herbst steht die dritte Ausgabe im Kulturhaus Müller auf dem Programm.