Synode im Blockhaus Ahlhorn Kreiskirchenrat will Arbeit mit Jugend stärken

Von Thomas Deeken

Saskia Kamp, neue Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes, zeigte sich erfreut darüber, wie die Diakonie im Kirchenkreis aufgestellt ist. Foto: Udo DreyerSaskia Kamp, neue Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes, zeigte sich erfreut darüber, wie die Diakonie im Kirchenkreis aufgestellt ist. Foto: Udo Dreyer

Ahlhorn. Kreiskirchenrat und Kreisjugendausschuss wollen bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nichts einsparen. Das wurde auf der Kreissynode in Ahlhorn betont.

„Eine Reduktion im Bereich der Jugendarbeit ist weder wünschenswert noch förderlich. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, gerade im Hinblick auf den Einsatz von Diakoninnen und Diakonen, sollte vielmehr Priorität genießen. Dagegen sollten andere Handlungsfelder zurückstehen.“ Das hat Kreispfarrer Bertram Althausen am Freitag auf der im Blockhaus Ahlhorn tagenden Kreissynode des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land betont und damit gleichzeitig auf die gemeinsame Position von Kreiskirchenrat und Kreisjugendausschuss hingewiesen.

Beide haben eine Eingabe „für eine Stärkung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ bei der Landessynode eingereicht. Damit werde einer vorgeschlagenen Stellenreduzierung für Jugenddiakone um insgesamt bis zu 40 Stellen eine klare Absage erteilt, hieß es auf der Synode. Auch wenn die Oldenburgische Kirche 124 Millionen bis zum Jahr 2030 einsparen müsse, „um eigenständige Oldenburgische Kirche bleiben zu können“, sollten die Einsparungen auf anderen Handlungsfeldern erreicht werden.

4,25 Stellen sollen eingespart werden

Nach Angaben von Althausen ist der Kirchenkreis im Rahmen eines neuen Pfarrstellenbesetzungskonzeptes gefordert, von den 38,25 Pfarrstellen im Kirchenkreis 4,25 Stellen bis 2030 einzusparen. Darüber werde auf der Herbstkreissynode beraten.

Rund 93.000 Gemeindeglieder

Saskia Kamp, neue Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes, zeigte sich erfreut darüber, wie die Diakonie im Kirchenkreis aufgestellt ist. Dank der Arbeit ihres Vorgängers Franz-Josef Franke „sind wir da führend“. Kreisjugendpfarrerin Christiane Geerken-Thomas wies auf das neue Jugendarbeitsprojekt „KiWi“ hin. Jugendliche können dabei ein mobiles und interaktives Jugendzentrum auf Rädern in Form eines Wohnwagens vom Kreisjugenddienst für Projekte zur Verfügung gestellt bekommen. Pastorin Anne Frerichs aus Delmenhorst-Düsternort freute sich darüber, dass man durch die immer noch aktive Flüchtlingssozialarbeit neue Ehrenamtliche erreicht habe. Im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg-Land leben rund 93.000 Gemeindeglieder.