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07.04.2018, 07:08 Uhr KOMMENTAR

Ganderkeseer Ausbilder sollten niemals aufgeben


Sophie Kröger hat ein Praktikum bei Tönjes gemacht. Jetzt ist sie Auszubildende im zweiten Lehrjahr und möchte Bäckereifachverkäuferin werden. Foto: Alexandra WolffSophie Kröger hat ein Praktikum bei Tönjes gemacht. Jetzt ist sie Auszubildende im zweiten Lehrjahr und möchte Bäckereifachverkäuferin werden. Foto: Alexandra Wolff

Ganderkesee. Auch Betrieben in Ganderkesee ist aufgefallen, dass sich auf eine ausgeschriebene Lehrstelle weniger Menschen bewerben. Im Oldenburger Land ist auch die Abbrecherquote höher als im Bundesdurchschnitt.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Das sollten nicht nur Auszubildende, sondern auch ihre Ausbilder verinnerlichen. Azubis werden nicht nur mit Buchhaltung, Fachkunde oder Arbeitsschutz konfrontiert, sondern sammeln auch Erfahrungen mit dem ersten eigenen Geld, mit körperlich harter Arbeit und mit Kollegen, die meist viel älter sind als sie selbst. Das kann eine Umstellung sein, die gegenseitige Erwartungen überfordern kann – trotz Praktika und Vorgesprächen.

Das wiederum kann zu Problemen während der Ausbildung führen. Kündigungen sollten hier auf beiden Seiten aber nur der letzte Schritt sein. Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer beispielsweise vermitteln bei Konflikten. Vielleicht lässt sich die Abbrecherquote etwas senken, wenn alle Beteiligten eine Devise beherzigen: Niemals aufgeben!


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