Windkraft im Landkreis Oldenburg Landwirte ernten in Uhlhorn mehr Strom aus Wind

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In Uhlhorn gehen nach „Repowering“ drei neue Windkraftanlagen ans Netz. Symbolbild: dpaIn Uhlhorn gehen nach „Repowering“ drei neue Windkraftanlagen ans Netz. Symbolbild: dpa

Uhlhorn. In Uhlhorn sind drei alte Windenergieanlagen ab- und drei neue aufgebaut worden. Die wesentlich leistungsstärkeren neuen Anlagen gehen jetzt ans Netz.

Fast 17 Jahre lang haben drei Windkraftanlagen in Uhlhorn östlich der Bundesstraße 213 für die „Speyer Verwaltung“ sauberen Strom erzeugt. Jetzt sind die Anlagen mit Hilfe riesiger Kräne demontiert und an ihrer Stelle drei neue errichtet worden. „Am Donnerstag gehen die neuen Anlagen in Betrieb“, kündigt Heinrich Ahlers an. Die Windräder stehen in der Nähe des Hofs des Landwirts aus Uhlhorn.

Leistung pro Anlage gewachsen

Effizienz lautet das Schlüsselwort für das „Repowering“. Die Flügelspitzen der alten Anlagen reichten 140 Meter in die Höhe. Fast so weit oben ist jetzt die Gondel mit der Nabe der Rotorblätter angebracht; die Flügelspitzen erreichen 200 Meter Höhe. Mit einer auf gut 12000 Quadratmeter mehr als verdoppelten Rotorfläche in größerer Höhe Wind abfischen, das soll die Leistung pro Anlage von zwei Megawatt auf 3,3 Megawatt steigern.

Die alten und die neuen Windkraftanlagen sind in einem Rutsch ab- und aufgebaut worden. Die Baustraßen sind im August 2017 hergerichtet worden; anschließend wurden Betonpfähle zur Gründung der neuen Anlagen gegossen. Mit der Demontage der alten und der Montage der neuen Anlagen waren die Fachfirmen seit Januar beschäftigt. Die alten Anlagen wurden sorgfältig zerlegt. Sie sollen verkauft werden und andernorts wieder Strom erzeugen. Einen Markt für gebrauchte Windenergieanlagen gibt es vor allem im östlichen Europa.

Drei hiesige Landwirte

Die „Speyer Verwaltung“, benannt nach dem Flurnamen des Windkraftstandorts in Uhlhorn, hat mit Ahlers, Dieter Osterloh aus Immer und Werner Kläner aus Brettorf drei hiesige Landwirte als gleichberechtigte Gesellschafter und Geschäftsführer. Seit dem Start der Anlagen vor 17 Jahren haben die Betreiber für ihren Strom eine auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung bekommen. Das allmählich nahende Ende des garantierten Erlöses und die Aussicht auf höhere Erträge mit stärkeren Anlagen haben laut Ahlers die Entscheidung beflügelt, jetzt zu investieren. Eine Rolle haben auch Neuregelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 gespielt.


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