Dokumentarfilm mit Georg Müller Film schärft in Ganderkesee Blick auf Wert der Wallhecke

Von Thorsten Konkel

Stand im Mittelpunkt: Wallheckenexperte Georg Müller (links). Foto: Thorsten KonkelStand im Mittelpunkt: Wallheckenexperte Georg Müller (links). Foto: Thorsten Konkel

Ganderkesee. Feldeinfriedungen gibt es in rund 200 Varianten. Wie bedeutend sie für die Natur gerade jetzt aufgrund des Insektensterbens sind, will der NDR seinen Zuschauern anhand eines in Ganderkesee gedrehten Films veranschaulichen.

Mittendrin: Ganderkesees Wallheckenexperte Georg Müller.

Am Dienstag hat das Team von Regisseur Stephan Lütke Wissing an der Straße Am Kamphusmoor/ Ecke Fuhrenkamp die Anlage eines „lebenden Zauns“ gefilmt. Dort, am Rande der Ausgleichsfläche, die die Gemeinde zur Kompensation von baulichen Eingriffen in Elmloh und Ganderkesee anlegen lässt, werden zu den Wegen hin historische Heckenvarianten erstellt.

Georg Müller führender Wallheckenexperten

Die Wallhecke ist zwar der vordergründige „Star“ der Dokumentation, für deren Produktion das Filmteam noch weitere Termine in der Gemeinde angesetzt hat. Die Aufmerksamkeit von Regisseur Lütke Wissing gilt aber auch dem weltweit führenden Wallheckenexperten Georg Müller.

Der Ganderkeseer, Autor des einzigartigen Referenzwerks „Europas Feldeinfriedungen“, erläuterte gestern die Anlage einer Feldeinfriedung anhand eines praktischen Beispiels. Gezeigt werden soll der rund 30-minütige Dokumentarfilm im Spätsommer oder Frühherbst.

Ziel: „Heckengarten“ zur Bewahrung des Kulturerbes

Müller setzt sich – ebenso wie die Gemeinde – für einen „Heckengarten“ zur Bewahrung des Kulturerbes ein. Ganderkesees Verwaltungsausschuss hatte im Dezember 2017 den Weg dafür frei gemacht, das Projekt zur Dokumentation der unterschiedlichen Feldeinfriedungen als Teil der Kulturlandschaft zusammen mit Georg Müller zu erarbeiten und die Möglichkeiten von Fördermitteln auszuloten.

Sollte es realisiert werden, wäre das Projekt weltweit einzigartig.

Ein solcher Heckengarten sei nicht nur für das Fachpublikum von Interesse, sondern auch als Ort der Umweltbildung, das hat Peter Meyer, Fachbereichsleiter für Gemeindeentwicklung, kürzlich betont. Außerdem könne er zum Anlaufpunkt für Touristen werden.