Landkreis Oldenburg entwarnt Rinderherpes in Ganderkesee „weniger dramatisch“

Von Alexandra Wolff

In Ganderkesee hat sich Rinderherpes noch nicht ausgebreitet. Die Rinder sind – wie dieses Kalb hier – kerngesund. Foto: Julian Stratenschulte/dpaIn Ganderkesee hat sich Rinderherpes noch nicht ausgebreitet. Die Rinder sind – wie dieses Kalb hier – kerngesund. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Ganderkesee. Rinderherpes ist laut Oliver Galeotti vom Landkreis Oldenburg in Ganderkesee „weniger dramatisch, als es erscheint“.

Trotz des Ausbruchs der Tierseuche Rinderherpes auf einem Hof in Bramsche und Ostercappeln-Schwagsdorf im Landkreis Osnabrück sieht der Sprecher des Landkreises Oldenburg, Oliver Galeotti, in der Atemwegserkrankung keine Gefahr für Ganderkesee. Der Landkreis Oldenburg führe lediglich weiterhin Routinekontrollen auf das bovine Herpesvirus Typ 1 (BHV1) durch. Die Vorschriften des Bundes zur BHV1-Bekämpfung legen fest, dass Zucht- und Nutzrinder, die älter sind als neun Monate, jährlich untersucht werden müssen.

„Was allerdings dramatisch ist, ist die Tatsache, dass der ganze Bestand geschlachtet werden muss, wenn das Virus auf einem Hof festgestellt wird“, sagt Galeotti. Da das Virus für den Menschen ungefährlich sei, könne das Fleisch der erkrankten Tiere dennoch bedenkenlos gegessen werden. BHV1 ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, gegen die die Rinder geimpft werden können.