Ministerin bei Jahreshauptversammlung Fortmann aus Bürstel gibt Vorsitz beim Maschinenring ab

Von Ole Rosenbohm

Sie verabschiedeten am Donnerstagabend Rainer Fortmann aus Bürstel als Vorsitzenden des Maschinenrings Oldenburger Land: Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Maschinenring-Geschäftsführer Rolf Breitenbach. Foto: Ole RosenbohmSie verabschiedeten am Donnerstagabend Rainer Fortmann aus Bürstel als Vorsitzenden des Maschinenrings Oldenburger Land: Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Maschinenring-Geschäftsführer Rolf Breitenbach. Foto: Ole Rosenbohm

Huntlosen/Bürstel. Der Maschinenring Oldenburger Land hat Donnerstagabend seinen seit Jahrzehnten amtierenden Vorsitzenden Rainer Fortmann aus Bürstel verabschiedet. Auf seiner letzten Jahreshauptversammlung als Chef sprach die neue Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).

Die Laudatoren wählten freundlichste Worte, betonten Zusammenarbeit und gewachsene Freundschaften – nur der Geehrte selbst hielt sich nicht lange außerhalb der Tagesordnung auf: Tolle Jahre, die er nicht missen möchte, liegen hinter ihm, sagte Rainer Fortmann aus Bürstel auf seiner letzten Jahreshauptversammlung als Vorsitzender des Maschinenrings Oldenburger Land am Donnerstagabend in Meyer’s Gasthaus in Huntlosen. Mit dabei: die neue niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).

Zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Der 65-jährige Landwirt und Alpaka-Züchter, der zum Ende der Veranstaltung zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, gehörte dem Vorstand 32 Jahre lang an, 28 davon als Vorsitzender. Schon vor zehn Jahren hatte er mit dem Gedanken gespielt, Jüngere ranzulassen. Dann hatte er sich für den bisweilen angeschlagenen Verein für Maschinenausleihen für Landwirte aber doch immer wieder zur Wahl gestellt. Jetzt wurde der 33 Jahre alte Dennis Hellbusch aus dem gleichnamigen Ort in der Gemeinde Großenkneten einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Er ist natürlich Landwirt und Vorstandsmitglied seit 2015.

Stabile Zahlen, gute Bilanz

Von Schwierigkeiten oder gar Krisen im Verein war bei der Versammlung nichts mehr zu hören. Mit 774 Mitgliedern, davon 702 landwirtschaftliche Betriebe, die fast 41.000 Hektar bewirtschaften, ist diese Zahl ähnlich stabil wie die in der Bilanz, die mit einem Umsatzplus von etwas über 104.000 Euro schloss. Der Gesamtumsatz liege bei 1,46 Millionen Euro, teilte Geschäftsführer Rolf Breitenbach mit: „Wir schippen richtig Geld durch die Gegend.“

Ministerin als Gastreferentin

Auch in ruhigen Vereinszeiten gebe es Probleme und Unmut in der Landwirtschaft genug, sagte Ministerin Otte-Kinast. Zum Beispiel bei der neuen Düngeverordnung, die helfen soll, Böden von Schadstoffen zu entlasten, die für Landwirte aber auch bürokratischen Aufwand bedeute. Otte-Kinast stellte sich hinter die Ziele, Nährstoffe deutlich zu reduzieren, versprach aber auch Hilfe bei Investitionen für neue Lagerkapazitäten. Ohnehin sei in der Verordnung Vieles nicht zu Ende gedacht, sagte sie und kassierte mit dieser Spitze auf ihren in der Branche unbeliebten Vorgänger Christian Meyer (Grüne) Extra-Zustimmung.

Geschäftsführender Vorstand

In den geschäftsführenden Vorstand wurden Hajo Suhr (Benthullen), Bernd Kunst (Uhlhorn), Bernd Reinke (Einen), Heiko Loskamp (Ganderkesee) und Henning Wieting (Sannum) gewählt.