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Kinder zunächst im Krankenhaus Großeinsatz nach Gasalarm in Sager Pfadfinderlager

Von Thorsten Konkel


Großenkneten-Sage. Zahlreiche Rettungskräfte sind in der Nacht zu Donnerstag zu einem Pfadfinderlager in Großenkneten-Sage ausgerückt, nachdem dort mehrere Kinder über Symptome wie bei einer Rauchgasvergiftung geklagt haben. Zuvor hatten sich dort etwa 50 Personen um eine Feuerstelle in einem Großzelt aufgehalten.

Sechs Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert, sie sind im Verlauf des Donnerstags aber wieder entlassen worden. Um 23.56 Uhr war die Meldung einer möglichen Rauchgasvergiftung von mehreren Kindern der Pfadfindergruppe in Sage, Landkreis Oldenburg, eingegangen, meldete die Polizei am Donnerstagmorgen. Während der Abschlussfeier in dem Großzelt (Jurte) hielten sich nach Angaben der Beamten etwa 50 Personen um eine Feuerstelle auf. Vor Ort stellte sich heraus, dass nach Beendigung des Zusammenseins, etwa 45 Minuten später, in den separaten Schlafräumen zunächst ein Kind über gesundheitliche Beschwerden geklagt habe. Im weiteren Verlauf meldeten sich demnach weitere fünf Kinder mit ähnlichen Beschwerden.

Sechs Kinder ins Krankenhaus gebracht

Diese zwischen elf und 13 Jahre alten Kinder wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Vier Kinder konnten laut Polizei sofort wieder entlassen werden, die anderen beiden Kinder verblieben zur Beobachtung zunächst im Krankenhaus. Die vorherige Abschlussfeier wurde in der Großjurte für etwa 90 Minuten abgehalten. In der Zeltmitte befand sich ein entzündetes Feuer in einer Feuerschale. Oberhalb der Feuerstelle ist der Bauart des Zeltes entsprechend eine Öffnung für den Abzug der Rauchgase.

Ermittlungen dauern noch an

Die polizeilichen Ermittlungen zur Ursache der gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden aufgenommen und dauern noch an. Die zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführten Messungen hinsichtlich erhöhter Kohlenmonoxidwerte ergaben keine Auffälligkeiten. „In solchen Fällen alarmieren wir sehr großzügig und schicken lieber einen Wagen zu viel als einen zu wenig“, sagte der Leiter der Rettungsdienste im Landkreis Oldenburg, Jörn Kaminski gestern im Tagesverlauf dann dem Evangelischen Pressedienst. Der Alarm habe sich als Fehlalarm entpuppt, erklärte der Gruppenleiter der Pfadfinder, Jannik Gundlach: „Allen Kindern geht es gut, alle sind wieder gesund bei ihren Eltern.“ Mit epd