Forstwirtschaft im Hasbruch Breite Ketten schonen im Hasbruch den Waldboden

Von Reiner Haase

Dank Moorbändern sinkt der „Bigfoot“-Holzschlepper auch in feuchten Bereichen des Hasbruchs nicht ein. Foto: Landesforsten/Rainer StädingDank Moorbändern sinkt der „Bigfoot“-Holzschlepper auch in feuchten Bereichen des Hasbruchs nicht ein. Foto: Landesforsten/Rainer Städing

Hasbruch. Im Hasbruch werden ausnahmsweise jetzt noch geschlagene Baumstämme aus dem Wald geholt. Zum Schutz des Bodens wird eine Spezialmaschine mit extra breiten Ketten eingesetzt.

In den letzten Monaten des vergangenen Jahres geschlagenes Holz wird erst jetzt aus dem Hasbruch geholt. „Wegen der anhaltenden Regenfälle seit Mitte 2017 waren die Waldböden im Hasbruch zu stark aufgeweicht und nicht befahrbar“, erläutert Revierförster Jens Meier. Der Frost im Februar habe nicht ausgereicht, den Boden durchfrieren zu lassen, ergänzt er.

Moorbänder schonen Boden

Die Landesforsten haben die erst wenige Monate alte Spezialmaschine eines Unternehmers aus Cloppenburg in den Hasbruch geholt, um den Anforderungen des Bodenschutzes gerecht zu werden. Der „Bigfoot“-Holzschlepper hat an den Doppelachsen vorne und hinten Moorbänder über die Reifen gespannt, sodass der Bodendruck auch bei voller Last den eines laufenden Menschen nicht übertrifft. „Bigfoot“ wiegt mit den Moorbändern 25 Tonnen und kann zehn Tonnen Holz zuladen.

„Bigfoot“ kann seinen Greifarm mehr als zehn Meter weit ausfahren. Auch das schütze den Boden, betont Revierförster Meier: „Wir müssen sehr wenig Holz mit dem Seil rücken.“

Arbeiten genehmigt

In den Altholzbeständen des Hasbruchs, die den Wert der Flora-Fauna-Habitat-Gebiete bestimmen, ist die Waldbewirtschaftung, also auch der Holzeinschlag und das Holzrücken, eigentlich seit dem 1. März untersagt. „Wir haben von der Unteren Naturschutzbehörde die Genehmigung, bis zum 23. März das im letzten Quartal 2017 eingeschlagene Holz zu rücken“, berichtet der Revierförster. Die Nässe der Böden in den vergangenen Monaten war die plausible Begründung für die Ausnahmegenehmigung: Bodenschutz hat Vorrang vor Artenschutz.

Abfuhr ganzjährig

In normalen Waldgebieten ist Waldbewirtschaftung ganzjährig möglich und zulässig. In der offenen Landschaft dürfen Hecken und Bäume nur bis zum 28. Februar zurückgeschnitten werden. Die Abfuhr des an Waldwegen gelagerten Holzes mit Lastwagen ist ganzjährig zulässig.