Altes muss Weichen Ganderkeseer wollen in zentraler Lage bauen

Von Thorsten Konkel


Ganderkesee. In Ganderkesee hält der Trend an, in zentraler Lage zu bauen. Doch auch hier sind die Flächen nicht unbegrenzt verfügbar.

In Ganderkesee bleibt die Nachfrage nach Wohnraum in zentraler Lage anhaltend hoch – der Markt ist da und das Geld ist noch „billig“. Die Folge: „Der Trend, in zentraler Lage zu bauen, hält an“, bestätigt Ganderkesees Gemeindeentwicklungsleiter Peter Meyer.

Abriss von Altimmobilien erforderlich.

Innerörtlich Wohnbauflächen zu erschließen, das ist aber oft nur noch durch kräftige Verdichtung möglich. Manchmal ist sogar der vorherige Abriss einer Altimmobilie erforderlich.

Beispiele für beide Varianten gibt es derzeit an der Lindenstraße und am Fah-rener Weg: Gerade erst hat die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde an der Ecke Lindenstraße/Bergedorfer Straße ihr 2000-Quadratmeter-Grundstück mit dem alten Pfarrhaus an örtliche Investoren verkauft. Während dort die Bestandsimmobilie erhalten bleiben soll, ist nach dk-Informationen auf der dahinterliegenden, schon abgeholzten Gartenfläche ein Mehrfamilienhaus geplant.

Sechs bis acht Wohnungen könnten bei einer möglichen Hintergrundstückserschließung auf einer solchen Fläche entstehen, mutmaßt Meyer.

Köhlerwiese wird vollständig bebaut

Längst über ein Planungsstadium hinweg sind die unterschiedlichen Bauherren auf der Köhlerwiese. Während dort einige der Mehrfamilienhäuser schon bezogen worden sind und andere kurz vor der Vollendung stehen, werden aufseiten der Bergedorfer Straße gerade die letzten Grundstücksflächen für die Bebauung vorbereitet.

Doch es kann dort noch dichter gebaut werden. Pläne gibt es nach Auskunft örtlicher Branchenkenner jetzt auch für den allerletzten Zipfel, die zunächst für eine Kindertagesstätte reservierte Eckfläche zwischen Bergedorfer Straße und der Bahnlinie Bremen-Osnabrück.

Am Fahrener Weg kein Platz mehr für Firmensitz und Bauernhaus

Nicht innerörtlich, doch ortsnah stehen am Fahrener Weg ebenfalls Bauprojekte an. In Höhe der Hausnummer 65, dem ehemaligen Firmensitz des Elektroinstallateurs Baars, sollen nach dk-Informationen vier Einfamilienhäuser entstehen. Dafür wird der alte Firmensitz weichen müssen. Ein danebenliegender Schuppen ist vor Kurzem abgerissen worden. Am Fahrener Weg 6 soll eine „Stadtvilla“ mit elf Wohneinheiten gebaut werden. Ihr macht ein altes Bauernhaus Platz.

Gemeinde setzt weiter auf neues Bauland

In der alleinigen Verdichtung sieht Peter Meyer aber keine Lösung: „Als Gemeinde sind wir gehalten, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen“, betont der Gemeindeentwicklungsleiter mit Blick auf die Erschließung neuer Baugebiete auch an der Peripherie. In Vorbereitung neuen Baulandes lädt die Verwaltung zu einer Bürgerversammlung ein.


Zur Bürgerversammlung lädt die Verwaltung für Dienstag, 27. März, um 19 Uhr in den großen Sitzungssaal des Rathauses ein. In dieser Veranstaltung sollen die Planungsabsichten für die Bebauung in Schönemoor („westlich Zum Altengraben“) und in Schierbrok („westlich Schierbroker Mühlenweg“) ausführlich und gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern erörtert werden. Jeder hat laut Verwaltung Gelegenheit, sich zu den Planungen zu äußern.