Finanzierung ist gesichert Aussichtsplattform in Hohenböken wird kommen

Von Alexandra Wolff

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Der Vorsitzende des Bürgervereins Hans-Joachim Wallenhorst präsentiert das Modell für die Aussichtsplattform. Foto: Alexandra WolffDer Vorsitzende des Bürgervereins Hans-Joachim Wallenhorst präsentiert das Modell für die Aussichtsplattform. Foto: Alexandra Wolff

Hohenböken. Die Finanzierung für die Aussichtsplattform ist gesichert und auch die Zukunft des Guts Hohenböken. Das waren am Freitag zwei der Themen bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Hohenböken in der Villa.

„Die Finanzierung steht und der Bauauftrag wird gestellt“, zeigt sich der Vorsitzende des Bürgervereins Hans-Joachim Wallenhorst optimistisch, dass die Aussichtsplattform bald stehen wird. „Unser Architekt Jürgen Reiners hat uns allerdings von einer Spindeltreppe abgeraten. Wenn Leute von oben runtergehen wollen und andere von unten nach oben, würden sie auf einer Spindeltreppe kaum aneinander vorbeikommen.“ Deswegen soll eine Treppe im Zickzack nach oben führen.

Insgesamt integriert sie drei Plattformen. „Jede dieser Plattformen steht für ein Landschaftsthema, das von dort aus gut zu sehen ist“, erläutert Wallenhorst die Idee dahinter. Von einer Station aus könne man die Ruhe des Hohenbökener Moors genießen, von einer weiteren die Wirtschaftswege der Wildeshausener Geest betrachten und von der dritten die Weideflächen der Wesermarsch.

Technisches Bauwerk

Der Vorsitzende lobt auch die Idee des Architekten, die Stützen des Aussichtsturmes eher schlank zu halten. „So wirken sie nicht so wuchtig, sondern eher filigran vor dem Hintergrund. Das wird ein schönes, technisches Bauwerk.“ Außerdem soll noch eine Sitzgruppe dazukommen.

„Die Gemeinde und die Politik unterstützen unsere Idee“, betont Wallenhorst. „Ich bin sicher, dass das ein touristisches Highlight wird.“

Massiver Zuwachs

Die Zukunft des Guts Hohenböken ist auch gesichert. Sechs Wohnungen sollen dort entstehen. Zwischen Mai und August können sechs Flüchtlingsfamilien aus Syrien und dem Irak dort einziehen. „Das gab viele kritische Stimmen“, sagt Wallenhorst. „Aber wir wollen das Beste daraus machen.“ Zum Beispiel wollen sie die Neubürger feierlich begrüßen und wenn die Wohnungen bezugsfertig sind, soll es einen Tag der offenen Tür geben.

„Natürlich kann das auch schief gehen. Wenn 50 Menschen, egal woher sie kommen, plötzlich in unser 360-Einwohner-Dorf ziehen, ist das ein massiver Zuwachs und auf jeden Fall eine große Herausforderung.“ Aber er freue sich, dass aus dem Gut keine Ruine werde: „Schließlich hat dieses Gut unserem Ort seinen Namen gegeben.“


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