Jusos testen Barrierefreiheit Probleme für Rollstuhlfahrer am Bahnhof Bookholzberg

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Im Rollstuhl unterwegs: Jusos aus dem Landkreis Oldenburg testeten die Barrierefreiheit. Foto: JusosIm Rollstuhl unterwegs: Jusos aus dem Landkreis Oldenburg testeten die Barrierefreiheit. Foto: Jusos

Bookholzberg/Landkreis. Wie barrierefrei ist der öffentliche Raum vor Ort und der Weg mit Bus oder Bahn aus dem Landkreis in die Stadt Oldenburg? Dieser Frage gingen die Jusos Oldenburg-Land jetzt nach. Die Antwort: Es habe ein paar Probleme für Rollstuhlfahrer gegen. Grundsätzlich werde aber viel unternommen, um den Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe am öffentlichen Leben zu erleichtern.

Bei der Renovierung des Bahnhofs in Bookholzberg sei zwar sehr auf Barrierefreiheit geachtet worden. Größtenteils sei auch alles zugänglich. Allerdings könnten Personen im Rollstuhl den Fahrkartenautomat nicht erreichen. Und beim Einsteigen in die Nordwestbahn erschwerten die großen Differenzen zwischen Zug und Bahnsteig das selbstständige Einsteigen. Diese Erfahrung hat Marcel Dönike, Vorsitzender der Jusos Ganderkesee, gemacht, als eine Gruppe von Landkreis-Jusos sich jetzt selbst in den Rollstuhl setzte, um die Barrierefreiheit im Landkreis auf dem Weg in die Stadt Oldenburg zu testen.

Start in Bookholzberg, Wardenburg und Harpstedt

Neben Dönike war bei dem Test auch Kimberly Knaupe aus Bookkolzberg mit dabei. In Harpstedt starteten Daniel Helms und Matthias Kluck, Vorsitzender der Jusos Oldenburg-Land. Außerdem reisten Tim Gronewold, Gerrit Edelmann und Denis Holters über Wardenburg an. In Oldenburg kamen weitere Sozialdemokraten zu einer kurzen Auswertung dazu.

Mit Mühe zur St. Marienkirche

In Wardenburg erlebten die Jusos eigenen Angaben zufolge beim Busfahren Ähnliches wie in Bookholzberg. Sie testeten darüber hinaus Zugänge zu öffentlichen beziehungsweise halböffentlichen Anlagen. „Man konnte nur mit Mühe zur St. Marienkirche gelangen. Die Tore waren schwer zu öffnen. Außerdem stehen die beiden Begrenzungen der Schleuse beim Glockenturm sehr eng beieinander. Das macht es schwierig, auf dem Kopfsteinpflaster durchzukommen“, informierte Edelmann.

Busfahrer half beim Einsteigen

„An der Bushaltestelle in Harpstedt erschwerten parkende Autos den Zustieg. Ein besonders hilfsbereiter Busfahrer half beim Einsteigen“, berichtete Helms, der auch darauf hinwies, dass sich beispielsweise in Wildeshausen einige Querungsmöglichkeiten über den kleinen Flusslauf als zu schmal darstellten.

Schon viel unternommen

Grundsätzlich könne man festhalten, dass in allen Orten und Gemeinden schon viel unternommen worden sei, um den Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe am öffentlichen Leben zu erleichtern, hieß es abschließend im Bericht der Jusos. Im Rollstuhl habe man einige Hindernisse allerdings erst richtig wahrnehmen können, die man jetzt angehen wolle.


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