Amtsgericht Wildeshausen 62 Verkehrssünder in Wildeshausen vor Gericht

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Viel Arbeit für Justitia. Symbolfoto: Volker Hartmann/dpaViel Arbeit für Justitia. Symbolfoto: Volker Hartmann/dpa

Wildeshausen. Das Amtsgericht Wildeshausen verzeichnet bei den Strafverfahren Zuwächse. Besonders drastisch sind im letzten Jahr die Fallzahlen in der Vollstreckungsabteilung gestiegen.

62 Verkehrssünder haben im vergangenen Jahr ein Strafverfahren vor dem Amtsgericht in Wildeshausen über sich ergehen lassen müssen. Sie führen bei Strafsachen die Statistik für 2017 an, die das Amtsgericht jetzt veröffentlicht hat. Auf Platz zwei rangiert bei den Strafverfahren mit 42 Fällen die Körperverletzung. Fälle von Betrug oder Untreue waren in 33 Strafverfahren zu beurteilen und Fälle von Diebstahl und Unterschlagung 32mal. Insgesamt hat es im letzten Jahr 257 Strafverfahren gegeben. Das sind 17 Verfahren mehr als im Jahr 2016.

Schiedsleute als Schlichter

Neben Strafsachen bearbeitet das Amtsgericht Wildeshausen Zivil-, Familien-, Betreuungs-, Bußgeld-, Grundbuch- sowie Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs- und Zwangsvollstreckungssachen. Außerdem sind für das Amtsgericht Schiedspersonen tätig: Eckehard Hautau und seine Vertreterin Silke Möller für Wildeshausen und Dötlingen, Heinz-Jürgen Greszik und sein Vertreter Götz Rohde für Harpstedt sowie Rudolf Wübbeler und seine Vertreterin Dagmar Siegel-Kultermann für Großenkneten. Die Schiedsleute haben 23 Anträge auf eine bürgerlich-rechtliche Schlichtungsverhandlung bearbeitet, ausnahmslos aus dem Nachbarrecht. Darüber hinaus befassten sich die Schiedspersonen mit 27 Fällen, die „zwischen Tür und Angel“ erledigt worden sind.

385 neue Fälle in Zivilabteilung

Die Tätigkeit der Schiedspersonen hat dazu beigetragen, dass im letzten Jahr in der Zivilabteilung des Amtsgerichts nur sechs Verfahren anhängig wurden. In dieser Abteilung gab es im letzten Jahr 385 neue Verfahren, vor allem aus dem Wohnungsmietrecht und aus Verkehrsunfallsachen.

Viel Arbeit für Vollstrecker

Drastische Anstiege der Fallzahlen gegenüber 2016 verzeichnet die Jahresstatistik 2017 in der Vollstreckungsabteilung: 30 statt 14 Zwangsversteigerungs- und sieben statt null Zwangsverwaltungssachen, 1573 statt 1340 Zwangsvollstreckungssachen einschließlich 481 Anträgen auf Erlass eines Haftbefehls, um eine Vermögensauskunft zu erzwingen. Die Gerichtsvollzieher nahmen außerdem 1652 Vermögensauskünfte und eidesstattliche Versicherungen entgegen, führten 821 Pfändungen und sechs Räumungen durch und erledigten 695 Zustellungen.


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