Versammlung bei „Wir in Bookholzberg“ In Kürze Baubeginn für Straßen und Kita im Baugebiet Bargup

Peter Meyer und Christian Siedenstrang von der Gemeindeverwaltung (von rechts) haben am Freitagabend beim Verein „Wir in Bookholzberg“ über Entwicklungsmöglichkeiten in Bookholzberg gesprochen. Zu den Zuhörern zählten unter anderem (von links) Hans-Joachim Wallenhorst, Sarah Hochheiden, Steffen Block, Bodo Hedemann, Peter Hasselberg sowie Dietmar Mietrach. Foto: Thomas DeekenPeter Meyer und Christian Siedenstrang von der Gemeindeverwaltung (von rechts) haben am Freitagabend beim Verein „Wir in Bookholzberg“ über Entwicklungsmöglichkeiten in Bookholzberg gesprochen. Zu den Zuhörern zählten unter anderem (von links) Hans-Joachim Wallenhorst, Sarah Hochheiden, Steffen Block, Bodo Hedemann, Peter Hasselberg sowie Dietmar Mietrach. Foto: Thomas Deeken

Bookholzberg. Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, war Gast bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Wir in Bookholzberg“. Er informierte unter anderem darüber, dass die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Bargup in Kürze beginnen.

Im Bookholzberger Baugebiet Bargup werden in Kürze die Erschließungsarbeiten beginnen. Es geht bald los mit den Straßen und voraussichtlich noch im April mit dem Bau der Kindertagesstätte. „Da sind die Planungen sehr weit“, informierte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Wir in Bookholzberg“ (WiB) im Schwarzen Ross.

Vermutlich kein geförderter Wohnungsbau

Nach Angaben Meyers entstehen in dem Baugebiet 70 Einfamilien- beziehungsweise Doppelhäuser sowie fünf Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs bis acht Wohneinheiten. Geförderten Wohnungsbau werde es dort vermutlich nicht geben. Die Rahmenbedingungen seien dort bei Quadratmeterpreisen von rund 140 Euro für Investoren nicht attraktiv genug, um später günstigen Wohnraum anbieten zu können. Das sei allerdings im Vorfeld auch nicht mit dem Erschließungsträger abgesprochen, so der Fachbereichsleiter. Wer sich für ein Grundstück im westlichen Teil interessiert, kann sich bei Ralf Liebenow, Debeka in Oldenburg, unter Telefon (0172) 4231994 informieren. Den östlichen Bereich vermarktet die Firma Hafemann-Bauträger, Telefon (04223) 95241, E-Mail an info@hafemann-bautraeger.de.

Kein Verbrauchermarkt

Weil Netto – wie berichtet – ohne Angaben von Gründen Abstand von der Ansiedlung eines Verbrauchermarktes genommen hat, werden Meyer zufolge andere Nutzer für die vorgesehene Fläche gesucht. Das könne ein Kiosk, ein Convenience-Markt, sein, aber auch ein nicht störender Handwerksbetrieb. Nur reines Wohnen sei dort nicht möglich, sonst müsste der Bebauungsplan wieder geändert werden.

Verbindung zum Ziegeleiweg viel später

Auf Anfrage vom WiB-Vorsitzenden Dietmar Mietrach, ob es auch eine Verbindung zum Ziegeleiweg im östlichen Teil geben wird, meinte Meyer: „Das kann noch einige Jahre dauern. Momentan kommen wir an die Flächen für den Weg nicht ran.“ Er bestätigte dagegen, dass die Verbindung über die Bahn bei der Anrufschranke für Fußgänger und Radfahrer erhalten bleibt.

Perspektivflächen im Visier

Und wenn Bargup fertig ist? Dann wären beispielsweise Flächen beim Weg Zum Brummelhoop oder bei Landwirt Hanken gut geeignet. Die Frage sei allerdings, ob die Eigentümer dieses Land auch zur Verfügung stellen würden. Perspektivflächen seien darüber hinaus die Bereiche rechts und links der Huder Straße hinter der Ellerbäke. Das wäre aber dann ein ganz neuer Siedlungsschwerpunkt, so der Fachbereichsleiter: „Das sehen wir noch mit Zurückhaltung.“

Gewerbegebiet verkleinern?

Hans-Joachim Wallenhorst brachte eine weitere Möglichkeit in die Diskussion: Man könne eventuell darüber nachdenken, das Gewerbegebiet an der Bahn nach und nach zu verkleinern, wenn weitere Betriebe schließen würden. Dazu Meyer: Eine Umwidmung sei grundsätzlich denkbar – zumal sich die Gemeinde eine Erweiterung des Gewerbegebietes nicht vorstellen könne.

„Feuerwehrhaus als Bürgerhaus“

Der Referent informierte außerdem darüber, dass der Bebauungsplan für den Bereich, in dem die neue Feuerwehr geplant ist, erst in der zweiten Jahreshälfte fertig sein dürfte und dass mit einem Baubeginn nicht vor Ende dieses Jahres zu rechnen sei. „Dann könnte das alte Feuerwehrhaus zum Bürgerhaus werden“, meinte Mietrach. Es könnte aber eventuell auch drei neue Grundstücke für Wohnbebauung geben, entgegnete Meyer.

Schlechte Nachricht für Anwohner des Ohlenbuschwegs

Das geplante Baugebiet Bargup in Bookholzberg. Grafik: Gemeinde Ganderkesee

Der Fachbereichsleiter informierte über das Technische Hilfswerk, die Gehweg-Planungen an der Huder Straße, den Halbstundentakt der Bahn ab Dezember 2022 und hatte am Ende noch eine schlechte Nachricht für die Bewohner des Ohlenbuschwegs, der in den Fünf-Jahresplan des Programms Straßenbau gehört. Die Anwohner müssen laut Meyer Erschließungsbeiträge zahlen. Kleiner Trost: Der Weg sei nicht zuerst dran.


Beim Verein „Wir in Bookholzberg“ (WiB) hat es ein paar Änderungen im Vorstand gegeben. Dietmar Mietrach bleibt zwar 1. Vorsitzender. Wiedergewählt wurden auch Sarah Hochheiden (stellvertretende Vorsitzende) und Bodo Hedemann (Kassenwart). Neuer zweiter stellvertretender Vorsitzender ist aber Peter Hasselberg für Bastian Heße. Neuer Schriftführer ist Steffen Block für Hans-Joachim Wallenhorst. Der Verein hatte Anfang des vergangenen Jahres 82 Mitglieder, am Ende nur noch 74. „In diesem Jahr sind aber schon wieder sechs Neue dabei“, freut sich Mietrach, der auf ein erfolgreiches Jahr 2017 mit Frühlingsmarkt, Bobbycar-Rennen und Weihnachtsmarkt zurückblickte. Die nächste Aktion: Frühlingsmarkt am 21. und 22. April, erstmals mit 80er- und 90er-Jahre-Party unter dem Motto „Frühlings Warm-UP“ am Samstag ab 18 Uhr.

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