Kitas und Krippen in Hude Hude investiert in Kita- und Krippenplätze

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Konfliktgebiet: Der Spielplatz an der Jägerstraße ist schon wegen der provisorischen Krippe Amselstraße in grauen Containern verkleinert. Anwohner Carsten Raschen und die Kinder aus der Nachbarschaft fürchten, dass er beim geplanten Bau eines Kindergartens ganz verloren geht. Archivfoto: Reiner HaaseKonfliktgebiet: Der Spielplatz an der Jägerstraße ist schon wegen der provisorischen Krippe Amselstraße in grauen Containern verkleinert. Anwohner Carsten Raschen und die Kinder aus der Nachbarschaft fürchten, dass er beim geplanten Bau eines Kindergartens ganz verloren geht. Archivfoto: Reiner Haase

Hude. Die Gemeinde Hude hat bei der Planung einer Kita auf dem Spielplatz Jägerstraße eine deutliche Mehrheit im Fachausschuss des Gemeinderats hinter sich. Die Planung läuft unter Zeitdruck.

Im Huder Rathaus geht das zähe Ringen um jeden Quadratmeter des Vorzeigespielplatzes an der Jägerstraße weiter, obwohl es längst beschlossene Sache ist, dass hier eine neue Kindertagesstätte gebaut werden soll. Im Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales wurde am Donnerstagabend trotz Kompromisssuche in einer Sitzungsunterbrechung zwar eine deutliche Mehrheit für den maßgeblich von der CDU formulierten Vorschlag, die Kita zunächst für fünf Gruppen zu planen, aber von vorneherein so, dass Räume für eine sechste Gruppe problemlos angefügt werden können. Den Grünen und Dr. Jürgen Onken (SPD) reichte die Ergänzung nicht, so viel wie möglich vom Spielplatz solle erhalten bleiben. „Wir sagen nicht Ja, solange wir keine konkreten Pläne gesehen haben“, stellte Karin Rohde (Grüne) klar.

Beliebter Spielplatz wird angefasst

Der nach Rohdes Aussage beliebteste Spielplatz in der Gemeinde ist sowieso schon angeknabbert von Containern und Spielflächen für eine provisorische Kinderkrippe. Sie ist vom Landessozialamt nur befristet genehmigt und steht den Neubauplänen im Wege. Der Fachausschuss hat die Verwaltung folgerichtig beauftragt, für die Krippe an der Amselstraße einen Ausweichstandort zu suchen. Das gemeindeeigene Grundstück am Vielstedter Kirchweg gegenüber dem Kunstrasenplatz kommt wohl nicht in Frage, weil planungsrechtliche Klärungen zu viel Zeit verschlängen. Neu ins Spiel gebracht ist die Platzierung im Gewerbegebiet Am Bahndamm. „Wir sind für andere Vorschläge offen, sehen selbst aber keine Alternative“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew. Auch das übergangsweise Anpachten privaten Grunds hält er für möglich.

Millionen-Invest für Neubau

Das Kita-Projekt an der Amselstraße muss wegen des Investitionsvolumens von mehreren Millionen Euro – im Gespräch sind 6,2 Millionen Euro – europaweit ausgeschrieben werden. Laut Bürgermeister Holger Lebedinzew muss ein Architekt gefunden werden, obwohl der Stadt Delmenhorst für 30.000 Euro fertige Pläne für die neue Kita an der Käthe-Kollwitz-Schule abgekauft worden sind.

Planung unter Zeitdruck

Die Ausschreibung für den Neubau soll im April veröffentlicht werden. Der Bauantrag soll im Spätsommer eingereicht und Ende 2018 genehmigt sein. „Wir stehen unter Zeitdruck“, betonte Lebedinzew.

Hude will Container behalten

Die Container der provisorischen Krippe an der Amselstraße, bisher gemietet, will die Gemeinde kaufen. Hude will sie in der Hinterhand haben, weil in der Gemeinde etliche Veränderungen in der Kita-Landschaft anstehen, unter anderem Umbau- und Sanierungsarbeiten am Standort für die beiden benachbarten Einrichtungen an der Blumenstraße.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN