Vortrag in Ganderkesee „Gegen Insektensterben kann jeder etwas machen“

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Machen gemeinsame Sache beim Thema Insektensterben: (von links) Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung sowie Dr. Klaus Handke und Hartwig Lambracht vom Fuhrenkamp-Schutzverein. Foto: Thomas DeekenMachen gemeinsame Sache beim Thema Insektensterben: (von links) Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung sowie Dr. Klaus Handke und Hartwig Lambracht vom Fuhrenkamp-Schutzverein. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Dr. Klaus Handke, Vorsitzender des Fuhrenkamp-Schutzvereins, will „zu einer gewissen Unordnung in der Landschaftspflege“ aufrufen, um dadurch einen Beitrag gegen „das große Insektensterben“ zu leisten. Am kommenden Mittwoch, 14. März, hält er ab 19 Uhr bei freiem Eintritt im Sitzungssaal des Ganderkeseer Rathauses einen Vortrag. Dann geht es seinen Angaben zufolge um „Fakten, Ursachen und Maßnahmen“.

Handke will darstellen, was Insekten eigentlich sind und welche Lebensräume sie benötigen, und auf Studien hinweisen, aus denen ein dramatischer Rückgang an Insekten um rund 80 Prozent hervorgeht. Außerdem möchte er klarstellen, dass nicht der Landwirt an allem schuld ist. Es gebe weitaus mehr Faktoren, die zum Insektensterben führen, das Experten schon seit rund 30 Jahren beobachten. „Insekten mögen es lieber trocken und sonnig. Aber für sie wird es immer feuchter und kühler. Und das ist der Tod für sie“, sagt der ökologische Gutachter, der sich seit Mitte der 80er-Jahre mit Untersuchungen der Insektenfauna befasst.

Gegen radikales Mähen

„Wir brauchen auch mehr offene Weideflächen für die Insekten“, informiert der Fachmann, der sich darüber hinaus gegen radikales Mähen beispielsweise an Forstwegen und Grabenrändern im Mai und Juni ausspricht. „Das mag vielleicht ordentlich aussehen, ist aber für die Insekten tödlich“.

Handke gibt Tipps

Handke will aber nicht nur zum Jammern verleiten. Er möchte auch Tipps geben. „Denn mit ein bisschen Kenntnis und gutem Willen kann man viel machen“, weiß der Experte – nicht nur an Wegesrändern und in Gewerbegebieten, sondern auch im eigenen Garten, „ohne dass er zu einer großen Wildnis wird“. Die ersten Ratschläge: viele, vor allem einheimische Blütenpflanzen von März bis September und „ruhig mal ein altes Stück Holz liegen lassen“.


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