Nach Wetterkapriolen im Jahr 2017 Kommunalservice für Ganderkesee und Hude braucht Geld

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Sanierung ländlicher Straßen in Hude: Der Kommunalservice hat 2017 den Schottweg in Lintel erneuert. Foto: Kommunalservice Nordwest/Gunnar MeisterSanierung ländlicher Straßen in Hude: Der Kommunalservice hat 2017 den Schottweg in Lintel erneuert. Foto: Kommunalservice Nordwest/Gunnar Meister

Ganderkesee/Hude. Das feuchte und stürmische Jahr 2017 hat dem Kommunalservice in Ganderkesee und Hude Grenzen aufgezeigt. Die Bilanz zeigt auf, dass die Gemeinden wohl mehr Geld bereitstellen müssen.

Nach neun Jahren konstanter Budgets für den Kommunalservice Nordwest sieht Uwe Nordhausen den Zweckverband der Gemeinden Ganderkesee und Hude an einer Grenze. „Für gleiches Geld erbringen wir mehr Leistungen – 2017 wird das letzte Jahr gewesen sein mit einer waagerechten Linie“, sagte der Geschäftsführer gestern in einer gemeinsamen Sitzung des Ganderkeseer Straßen- und Verkehrsausschusses und des Huder Ausschusses für Gemeindeentwicklung mit Blick auf ein die Konstanz zeigendes Schaubild, das er im Tagungsort Rathaus Hude an die Wand geworfen hatte. Mehr Geld haben die Gemeinden in dieser Zeit trotz Inflationsrate nur aufs Konto des Zweckverbands überwiesen, wenn ihm neue Aufgaben zugewiesen worden sind.

Mehr Geld für mehr Schönheit

Die Ganderkeseer Bürgermeisterin Alice Gerken zeigte sich beeindruckt von der Zwischenbilanz des Verbands, der Ende 2008 die Aufgaben der gemeindeeigenen Bauhöfe übernommen hat: „Wir können immer noch ’was schöner machen, aber der Kommunalservice muss den Spagat schaffen zwischen Wünschen und dem, was wir ihm zur Verfügung stellen.“ Ihr Huder Kollege Holger Lebedinzew nannte Ross und Reiter: „Wenn alles schön sein soll, müssen wir dem Zweckverband mehr Personal und Gerät geben.“

Sicherheit zentrale Aufgabe

Der Kommunalservice hat laut Nordhausen grundsätzlich die Aufgabe, für die Sicherheit im öffentlichen Raum in den Gemeinden zu sorgen und den Wert des kommunalen Eigentums zu erhalten. Das betrifft den Zustand von Gemeindestraßen, Wegen und Plätzen, Grünflächen, Spielplätzen und Bushaltestellen und Elektrik, insbesondere die Straßenbeleuchtung.

Katastrophenjahr 2017

„2017 war bei der Grünpflege ein Katastrophenjahr“, resümierte Nordhausen. Starkregenfälle seien niedergegangen, im ländlichen Raum seien die Wege aufgeweicht, mehr üppiges Grün habe beschnitten werden müssen. Als Sturmtief Xavier unzählige Bäume umwarf, seien dem Zweckverband Grenzen der sonst praktizierte Kompensation aufgezeigt worden: „Wir schieben sonst Aufgaben wie die Pflege von Regenrückhaltebecken. Das hat aber nicht mehr gereicht.“

In Ganderkesee hat das Personal des Zweckverbands seit dem letzten Jahr neue Räume. In Hude sei der Neubau geplant, aber noch nicht von der Politik bewilligt, so Nordhausen. Er ist überfällig: Es gibt nicht einmal nach Geschlechtern getrennte Sanitärräume.


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