In Falkenburg Zeichen hinterlassen Künstler Hartmut Berlinicke mit 75 Jahren gestorben

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Der Künstler Hartmut Berlinicke ist gestorben. Archivfoto: K. ButschbachDer Künstler Hartmut Berlinicke ist gestorben. Archivfoto: K. Butschbach

Wildeshausen. Der renommierte Grafiker Hartmut Berlinicke aus Wildeshausen ist gestorben. Er wurde 75 Jahre alt.

Der Künstler und Galerist Hartmut Berlinicke ist am vergangenen Wochenende im Alter von 75 Jahren gestorben. Der gebürtige Berliner, gelernte Einzelhandelskaufmann und künstlerische Autodidakt hat sich Mitte der 1960-er Jahre in Wildeshausen niedergelassen und dort 1968 die Galerie Wildeshausen eingerichtet.

Internationales Renommee

Der international ausgezeichnete Künstler hat vor allem als Grafiker beeindruckt. Seine Farbradierungen hat er in vielen Einzelausstellungen präsentiert. Seine Werke sind in vielen Museumssammlungen vertreten.

Förderer junger Leute

Viele Jahre lang hat der jetzt Verstorbene als Kunst- und Religionspädagoge jungen Leuten Rüstzeug fürs Leben vermittelt. Jungen Künstlern hat er in seiner Galerie die Gelegenheit gegeben, sich der Öffentlichkeit vorzustellen.

Falkenburg eng verbunden

Im Lutherstift in Falkenburg hat Berlinicke eine Ausbildung zum Diakon durchlaufen. Der Einrichtung ist er stets verbunden geblieben. So zählt er zu den Mitgründern des Fördervereins des Laurentius-Hospizes auf dem Gelände des heutigen Dorfparks Falkenburg. Durch die künstlerische Gestaltung der Stirnwand des Fletts auf dem Dorfpark-Gelände hat er ein bleibendes Zeichen gesetzt. Ein symbolhaftes Element der Wandgestaltung ist ein Stein aus einem Krematorium im Vernichtungslager der Nationalsozialisten Auschwitz-Birkenau. Seit 2016 richtet die SPD im Sinne des Gestalters am Auschwitz-Gedenktag eine Feierstunde aus.


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