Dr. Müller-Glewe übernimmt Praxis Facharzt bringt endovenöses Verfahren mit nach Ganderkesee

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Wechsel in der Gefäßchirurgie-Praxis im Ganderkeseer Mierke-Haus: Dr. Khaled Marji (links) geht, Dr. Gunter Müller-Glewe übernimmt. Foto: Thomas DeekenWechsel in der Gefäßchirurgie-Praxis im Ganderkeseer Mierke-Haus: Dr. Khaled Marji (links) geht, Dr. Gunter Müller-Glewe übernimmt. Foto: Thomas Deeken

Ganderkesee. Dr. Khaled Marji geht in den Ruhestand. Dafür übernimmt Dr. Gunter Müller-Glewe ab Ostern die Praxis für Gefäßchirurgie im Mierke-Haus in Ganderkesee.

Es gibt künftig einen neuen Facharzt im Ganderkeseer Ortskern: Dr. Gunter Müller-Glewe übernimmt die Praxis für Gefäßchirurgie im Mierke-Haus, Im Knick 2, von Dr. Khaled Marji, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Der 48-Jährige ist derzeit noch als Oberarzt in der gefäßchirurgischen Abteilung des Krankenhauses in Höxter tätig, besucht aber inzwischen auch öfter seine zukünftige Praxis, die er ab Ostern übernimmt. „Das wird ein fließender Übergang“, sagt der Facharzt.

Neue Behandlungsmethode

Müller-Glewe will eine neue Behandlungsmethode mit nach Ganderkesee bringen: das sogenannte endovenöse Verfahren. Ein Vorteil dabei, so der Facharzt: Man geht mit einem Katheter in die Vene hinein und verschließt sie von innen. So bleiben nach Angaben des 48-Jährigen keine Narben. Außerdem sei keine Vollnarkose mehr notwendig. Darüber hinaus benötige der Patient im Nachhinein nicht einmal mehr einen Kompressionsstrumpf. „Das ist gerade im Sommer ideal“, sagt der gebürtige Kieler. Insgesamt betrachtet gehe es bei diesem Verfahren um „eine sanfte, schmerzfreie, sehr wirksame und schonende Methode“.

Venenschwäche eine Volkskrankheit

Die Venenschwäche gilt als Volkskrankheit. Sie ist Müller-Glewe zufolge angeboren und von allein ohne Behandlung nicht heilbar. Mit dem neuen modernen Verfahren, mit Laser oder Radiowelle, könne man Venen mittlerweile aber heilen.

Ansprechpartner bei „Schaufensterkrankheit“

Der Gefäßchirurg übernimmt darüber hinaus auch folgende Behandlungen: ambulante Krampfaderoperationen, Verödung der Besenreiser, Behandlung von offenen Beinen, Diagnostik und Therapie von Durchblutungsstörungen, Untersuchung von Halsschlagadern sowie Therapie der Venenthrombose. Außerdem ist Müller-Glewe Ansprechpartner, wenn es um die „Schaufensterkrankheit“ geht – wenn immer wiederkehrende Beinschmerzen zu häufigem Stehenbleiben zwingen.

Hauptsächlich in Berlin ausgebildet

Der 48-jährige Facharzt für Gefäßchirurgie und für Allgemeine Chirurgie wurde an der Charité und an anderen Krankenhäusern in Berlin ausgebildet. So hat er beispielsweise eigenen Angaben zufolge an einer Berliner Privatklinik das endovenöse Verfahren erlernt. Außerdem war er unter anderem an der Artemed-Fachklinik in Bad Oeynhausen und am Klinikum Wilhelmshaven beschäftigt.


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