Freunde des Klosters Hude Brücken im Klosterbezirk Hude wird neu geschlagen

Von Reiner Haase

Der Künstler Karl-Karol Chrobok hat die Klosterruine in Hude auf Leinwand gebannt. Der schützende Bauzaun rund um die bröckelnden Gemäuer ist wenig später aufgestellt worden. Archivfoto: Alexander SchnackenburgDer Künstler Karl-Karol Chrobok hat die Klosterruine in Hude auf Leinwand gebannt. Der schützende Bauzaun rund um die bröckelnden Gemäuer ist wenig später aufgestellt worden. Archivfoto: Alexander Schnackenburg

Hude. Die Klosterfreunde arbeiten beharrlich mit, wenn es um die Zukunft des Kulturdenkmals in Hude geht. Für das aktuelle Projekt Umbau des Klostersaals sucht der Verein noch Sponsoren.

Kurzfristig Zeichen setzen, dass sich im Klosterbezirk Hude etwas tut, und im Hintergrund langfristig in Richtung Erhalt und Aufwertung denken und handeln: Der Verein Freunde des Klosters Hude verfolgt eine Doppelstrategie. „Insgesamt stehen wir vor einer gewaltigen Aufgabe. Wir arbeiten daran, sie in handhabbare Projekte zu filetieren“, sagt Wolfgang Schaller, der am Dienstag im Amt bestätigte Vorsitzende der Klosterfreunde.

Denkmal höchster Kategorie

Dörte Lossin von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat den Hudern in einem Vortrag bestätigt, dass das von Zisterziensermönchen im 13. Jahrhundert gegründete Kloster mit der Ruine der Kirche und später hinzugekommenen Gebäuden wie dem Klostersaal, der Wassermühle und der Scheune ein Denkmal höchster Kategorie in Deutschland ist. Sie ordnete das Ensemble in die historisch wertvollen Stätten im Oldenburger Land ein und betonte, dass gebaute Geschichte dieser Art bedeutsam ist für das Verständnis der Gegenwart. „Es ist wichtig, dass hier etwas getan wird“, so Lossin.

Planen und bauen

Bürgermeister Holger Lebedinzew berichtete, dass in diesem Jahr die Brücke über den Huder Bach erneuert wird. Sie ist so marode, dass sie vom Fundament bis zum hölzernen Aufbau erneuert werden muss. Außerdem wird in diesem Jahr der Parkplatz zwischen dem Friedhof und der Bahn im Detail geplant. Er soll im nächsten Jahr gebaut werden. „Wir wollen die Planung begleiten und unsere Gestaltungsideen einbringen“, erklärt der Klosterfreunde-Vorsitzende Schaller.

Bauzaun bleibt stehen

Der gemietete Bauzaun rund um die bröckelnde Klosterruine bleibt länger stehen als erhofft. „Es bleibt beim Plan, eine neue solide Einfriedung zu bauen. Das macht aber erst Sinn, wenn das schwere Gerät wieder abgezogen ist, das zur Sanierung der Backsteinruine eingesetzt werden muss“, erläutert Schaller. Ein aktuelles Projekt ist auch die Verlagerung des Eingangs zum Klostersaal an die Stirnseite des Gebäudes. „Wir haben schon Sponsoren gefunden, aber noch nicht genug Geld beisammen“, berichtet Schaller.

Vorstand bleibt im Amt

Die turnusgemäß anstehenden Wahlen sind zügig über die Bühne gegangen. Der Vorsitzende Schaller wird vom stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Rademacher, vom Kassenwart Dietmar Bruns und von den Schriftführerinnen Gertrud Köbsch und Gesine Rademacher unterstützt. Alle Gewählten haben diese Ämter auch schon vorher bekleidet.