Rettungswachen-Neubau Johanniter in Hude lenken ein

Von Mareike Bader

Die Diskussion um die Unterbringung des Ersatzfahrzeugs beim geplanten Neubau der Rettungswache in Hude scheint sich zu beruhigen. Foto: Mareike BaderDie Diskussion um die Unterbringung des Ersatzfahrzeugs beim geplanten Neubau der Rettungswache in Hude scheint sich zu beruhigen. Foto: Mareike Bader

Hude. Beim Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt in Hude hatten sich die Johanniter mit Verweis auf in den Rettungswagen gelagerte Medizin, die als Drogen missbraucht werden könnte, vehement für einen Garagenstellplatz statt eines Carports eingesetzt. Nun rudern sie zurück.

Für Verwirrung sorgte beim Huder Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt die Aussage von Kim-Carsten Carstens, Rettungswachenleiter der Johanniter in Hude, der geplante Neubau in Ortskern mit Carport für den zweiten Rettungswagen (RTW) sei nicht sinnvoll. Wie bereits berichtet, beriefen sich die Vertreter der Unfallhilfe dabei auf den Wert des Fahrzeugs und besonders auf die nötige Sicherung der darin gelagerten Medikamente.

Bürgermeister Holger Lebedinzew versuchte sich bereits während des Ausschusses als Schlichter. Die Pläne des Architekten in Absprache seien in Abstimmung mit Landkreis Oldenburg, als Träger des Rettungsdienstes entstanden. Trotzdem regte er an, dass Architekt Hermann Dunkler-Gronwald das Gespräch mit den Johannitern suchen sollte.

Landkreis hält an Carport-Plan fest

Wenige Tage später meldete sich der Landkreis selbst zu Wort und bedauerte die Irritationen, hielt aber gleichwohl am Plan mit Carport fest. „Es liegt in der Natur der Dinge, dass unter den Einflüssen von Finanzierbarkeit, räumlichen Gegebenheiten und rechtlichen Vorgaben hierbei auch Kompromisse notwendig sind“, hieß es in der Stellungnahme.

Engagiert agierte Rettungswachenleiter Carstens im Ausschuss, konnte mit seinem Anliegen kaum zurückhalten. Der Regionalverband Weser-Ems der Johanniter lenkt dagegen in der Diskussion ein.

Johanniter froh über modernen Rettungswachen-Bau

„Die Johanniter als Beauftragte im Rettungsdienst sind sehr froh über die Anstrengungen aller Beteiligten des Landkreises Oldenburg und der Stadt Hude, zeitnah eine nach modernem Standard eingerichtete Rettungswache im Zentrum von Hude zu errichten“, schreibt Stefan Greiber, Fachbereichsleiter Kommunikation, auf dk-Nachfrage.

Der Hinweis auf die Doppelgarage sollte diese als ideale Unterstellmöglichkeit aufzeigen. „Die jetzt vorgestellte Lösung mit einem Carport für den Reserve-RTW ist für unseren Auftrag vollkommen ausreichend und stellt keinerlei Beeinträchtigung für die Arbeit des Rettungsdienstes dar“, schließen sich die Johanniter den Ausführungen des Landkreises an.