„Es bedarf besonderer Anstrengungen“ Sozialwohnungsbau im Landkreis Oldenburg kein Selbstläufer

Von Thomas Breuer

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Der soziale Wohnungsbau soll im Landkreis Oldenburg weiteren bezahlbaren Wohnraum schaffen. Foto: dpaDer soziale Wohnungsbau soll im Landkreis Oldenburg weiteren bezahlbaren Wohnraum schaffen. Foto: dpa

Landkreis Oldenburg. Die Verwaltung des Landkreises Oldenburg sieht einige Gemeinden beim Schaffen neuen bezahlbaren Wohnraums bereits auf einem guten Weg. Bis spätestens 2021 sollen kreisweit 361 neue Angebote entstehen.

Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken, müssen im Landkreis bis spätestens 2021 insgesamt 361 öffentlich geförderte Wohnungen neu entstehen. Das geht aus dem Ende 2016 fertiggestellten Wohnraumversorgungskonzept für den Kreis hervor. In einer Stellungnahme zum Stand der Dinge führt die Kreisverwaltung jetzt aus, „dass es weiterhin besonderer Anstrengungen bedarf“, um das prognostizierte Ziel zu erreichen.

107 von 361 Wohnungen gebaut oder im Werden

Eine aktuelle Bestandsaufnahme hat die Verwaltung auf Nachfrage der Linken im Kreistag zusammengestellt. Demnach sind von den angestrebten 361 neuen Wohnungen inzwischen 107 realisiert, im Bau oder zur Förderung beantragt. 18 der neuen Angebote sind als Einzimmer-, 55 als Zweizimmer-, 26 als Dreizimmer und acht als Vierzimmerwohnungen konzipiert.

Fertiggestellt sind demnach sechs neue Mietwohnungen in der Samtgemeinde Harpstedt (bei einem Bedarf von zwölf Wohnungen) und zwölf in Wildeshausen (Bedarf: 85). Alle sind laut Verwaltung inzwischen an Personen mit Wohnberechtigungsschein vermietet.

Wildeshausen hat die Nase vorn

Überhaupt steht Wildeshausen in der Zwischenbilanz am besten da. Vom errechneten Bedarf von 85 Wohnungen sind 81 realisiert oder geplant. So entstehen gegenwärtig an der Heidloge 56 Wohnungen und fünf weitere an der Hermannstraße. Der Baubeginn für 13 weitere soll im laufenden Jahr sein.

Einige Gemeinden noch ohne neue Förderantrage

In Dötlingen soll in diesem Jahr acht neue geförderte Wohnungen angegangen werden (bei einem Bedarf von zwölf bis 2012). In Großenkneten soll 2018 Baubeginn für zwölf geförderte Wohnungen sein (Bedarf: 50). Keine neuen Förderanträge liegen dem Kreis nach eigener Darstellung für die Gemeinden Ganderkesee (Bedarf: 83), Hatten (27), Hude (43) und Wardenburg (50) vor.

Kreisverwaltung spricht von „gutem Weg“

Nach Auffassung der Kreisverwaltung sind die Gemeinden, die Samtgemeinde und die Stadt Wildeshausen im Kreisgebiet auf einem guten Weg. „Positive Effekte konnten in der Stadt Wildeshausen in Zusammenarbeit mit einer Wohnungsbaugesellschaft erzielt werden“, heißt es. „Bauleitplanungen mit städtebaulichen Verträgen sind angestoßen worden und diese Effekte können bei der Entwicklung von Baugebieten zukünftig greifen.“


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