Bildung in Entwicklungsländern Stenumerin begleitet Schuleröffnung in Namibia

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Simone Henze in der Schule von Katutura am Stadtrand von Windhoek. Foto: HenzeSimone Henze in der Schule von Katutura am Stadtrand von Windhoek. Foto: Henze

Stenum/Namibia. Die Stenumerin Simone Henze organisiert Firmenjubiläum und sitzt am Ende im Flieger nach Namibia: Eine Reise mit prägender Erfahrung.

Stenum/Namibia. Simone Henze ist fasziniert. Es ging alles ganz schnell: Ein Anruf im Dezember, eine Nacht Bedenkzeit und schon wenig später saß sie mit gepackten Koffern im Flieger nach Namibia, Südwestafrika. Zehneinhalb Stunden Flug, von Frankfurt am Main nach Windhoek, wo die 42-Jährige schließlich auf Reiner Meutsch treffen sollte. Den Mann, der hinter ihrer Faszination steckt.

Geschäftsführerin von „Derpart Reisebüro Optimal Reisen“

Simone Henze ist Geschäftsführerin von „Derpart Reisebüro Optimal Reisen“ in Delmenhorst und Reisen in andere Länder von Berufs wegen gewohnt. Doch um Namibia sollte es Ende vergangenen Jahres eigentlich gar nicht gehen – geplant war vielmehr eine Firmenfeier zum 70. Geburtstag des Reisebüros.

Förderung von Bildung und Erziehung

Nur: Zu der kam auch Reiner Meutsch, Gründer der Stiftung „Fly and help“, die sich die Förderung von Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern auf die Fahnen geschrieben hat. Der ehemalige Unternehmer aus dem Westerwald berichtete in seiner Multivisionshow derart charismatisch über sein Ziel, jedes Jahr weltweit 30 neue Schulen zu errichten, dass er nicht nur Simone Henze begeisterte. 300 Gäste hörten ihm an diesem Abend im November im großen Saal von Backenköhler zu – und spendeten. 7500 Euro konnte Simone Henze demHobbysportpiloten am Ende überreichen. Geld, das laut Stiftung zu 100 Prozent in den Aufbau einer neuen Schule gesteckt wird.

Als Teil einer Delegation unterwegs

Davon konnte sich die 42-jährige Stenumerin Anfang des Jahres schließlich selbst überzeugen. Als Teil einer Delegation mit Menschen aus verschiedenen deutschen Städten wurde sie von Meutsch nach Namibia eingeladen, um zu sehen, wohin das Geld fließt. „Ich hatte keine Ahnung, was da auf mich zukommen wird“, schildert Henze im Rückblick. In Katutura am Stadtrand von Windhoek ist sie schließlich dabei, als 1200 Jungen und Mädchen die Neueröffnung der alten Schule feiern.

Schule mithilfe der „Fly and help“-Stiftung saniert

„Die Einrichtung gibt es schon seit 1956, nur wurde in der ganzen Zeit nichts an dem Gebäude getan“, sagt die Stenumerin. Mithilfe der „Fly and help“-Stiftung sei die heruntergekommene Schule saniert worden und habe zum ersten Mal überhaupt Fensterscheiben und richtige Fußböden bekommen.

„Es war eine ganz besondere Reise in ein ganz besonderes Land“, resümiert Simone Henze wenige Wochen später im heimischen Wohnzimmer. So besonders, dass sie weitermachen möchte. Von dem Geld, das durch die Jubiläumsfeier ihres Reisebüros zusammengekommen ist, soll in zwei Jahren eine Schule in Kambodscha eröffnet werden. Ob sie dann wieder dabei sein wird, weiß sie noch nicht. Nur so viel: „Bis dahin wird es mit Sicherheit noch ein nächstes Event zur Unterstützung der Stiftung geben.“


Seit 2010 errichtet die Reiner-Meutsch-Stiftung „Fly & Help“ in Entwicklungsländern Schulen, um Kindern und Jugendlichen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Seitdem sind nach eigenen Angaben weltweit rund 200 Schulen eröffnet worden. Die Idee dazu entwickelte Reiner Meutsch 2009 bei einer Weltumrundung in einem Motorsportflugzeug. Seitdem engagiert er sich für bessere Bildungschancen für Kinder in Entwicklungsländern.

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