Lernen in Ganderkesee Schulleiter spricht sich für erhalt der Förderschulen aus

Von Alexandra Wolff

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Hm, wie das duftet! Die Schulleiter Matthias Henze (von links) und Rainer Müller zeigen der FDP/FW-Kreistagsgruppe (Niels-Christian Heins, Hans-Jürgen Hespe, Marlies Pape, Marion Daniel, alle FDP, und Arnold Hansen von den Freien Wählern) Seifen, die die Förderschüler selbst hergestellt haben. . Foto: Alexandra WolffHm, wie das duftet! Die Schulleiter Matthias Henze (von links) und Rainer Müller zeigen der FDP/FW-Kreistagsgruppe (Niels-Christian Heins, Hans-Jürgen Hespe, Marlies Pape, Marion Daniel, alle FDP, und Arnold Hansen von den Freien Wählern) Seifen, die die Förderschüler selbst hergestellt haben. . Foto: Alexandra Wolff

Ganderkesee. Wie geht es weiter mit dem Förderschwerpunkt Lernen? Das wollte die Kreistagsgruppe FDP/Freie Wähler bei einer Führung durch die Förderschule in Ganderkesee am Mittwoch erfahren.

Immer wieder habe er gehört, dass jemand, der für Förderschulen sei, auf keinen Fall gleichzeitig für Inklusion sein kann, sagt FDP-Kreistagsmitglied Niels-Christian Heins kurz vor der Führung durch die Förderschule am Habbrügger Weg. Die Gruppensprecherin Marion Daniel und Maik Ehlers vom Landkreis Oldenburg schütteln sofort den Kopf. Mit dem Wort „Blödsinn“ geben sie ihm zu verstehen, dass auch sie dieser Aussage kritisch gegenüberstehen.

Inklusion an Schulen wird meist in dem Zusammenhang erwähnt, dass auch Schüler mit Lernschwächen und Behinderungen auf Regelschulen gehen. „Ich mache mich stark für die Förderschulen“, gibt sich Daniel bestimmt und betont, dass auch ihre Partei diesen Standpunkt vertritt. „Es ist wichtig, dass man Kinder differenziert beschulen kann.“ Sei es auf einer Förderschule oder inkludiert in einer Regelschule.

Inklusion steht für Teilhabe

„In der UN-Konvention steht aber nicht, dass deswegen die Förderschulen abgeschafft werden sollen“, versichert Ehlers. Tatsächlich ist in der UN-Behindertenrechtskonvention nachzulesen, dass Inklusion bedeute, dass „Menschen mit Behinderungen von Anfang an und in allen Lebensbereichen an der Gesellschaft teilhaben sollen“.

Und das mache die Förderschule, wie Schulleiter Rainer Müller betont: „Eltern können sich am Ende der Grundschulzeit ihrer Kinder beraten lassen, welche weiterführende Schulform für das Kind die beste ist.“ Für einige Kinder mit besonderem Förderbedarf sei es eben motivierender, wenn sie Schüler ohne Lernschwierigkeiten um sich haben, andere können besser lernen, wenn sie in einer Gruppe sind, in der alle die gleichen oder ähnlichen Schwierigkeiten haben.

Wie geht es mit der Förderschule weiter?

Anlass für den Besuch der Kreistagsgruppe FDP/Freie Wähler in der Schule war die Frage danach, wie es mit der Förderschule weitergeht. Die Schule am Habbrügger Weg hat zwei Förderschwerpunkte: Lernen als den einen und emotionale und soziale Entwicklung als anderen Schwerpunkt.

Im vergangenen Jahr sollte der Förderschwerpunkt Lernen auslaufen, jetzt wurde aber wieder der Antrag gestellt, den Förderschwerpunkt beizubehalten. „Alle Förderschulen sind mit dem Landkreis gut im Gespräch darüber, welche Auswirkungen welche Entscheidung haben kann“, zeigt sich Müller zuversichtlich. „Die Politik hat die Arbeit der Förderschulen immer sehr geschätzt. Egal, welche Partei.“


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