NDR-Dreh mit Georg Müller Naturfilm stellt Ganderkesees Wallhecken ins Zentrum

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Georg Müller erklärte beim Dreh für die NDR-Sendung die Bedeutung der Wallhecke zwischen Hengsterholz und Ganderkesee. Foto: Mareike BaderGeorg Müller erklärte beim Dreh für die NDR-Sendung die Bedeutung der Wallhecke zwischen Hengsterholz und Ganderkesee. Foto: Mareike Bader

Hengsterholz. In Wallhecken finden Insekten und Vögel einen wichtigen Lebensraum. Doch sie verschwinden immer mehr. Am Mittwoch wurde für einen Naturfilm gedreht, der beim NDR gezeigt wird.

„Im Zuge des Insektensterbens und Vogelrückgangs rücken Wallhecken immer mehr wieder in den Blick“, sagt Regisseur Stephan Lütke Wissing. Mit seinem Kamerateam, bestehend aus Axel Thiede und Wolfram „Wollo“ Witt, dreht er gestern für eine 30-minütige Dokumentation der NDR-Senderreihe „Naturnah“.

Wallhecken sind in den vergangenen Jahren in hohem Umfang verschwunden

In den vergangenen Jahren seien viele Kilometer verschwunden, erklärt der Regisseur. Auch in Hengsterholz ist das der Fall. Hier wurde etwa die Wallhecke in den neunziger Jahren im Zuge einer Wegevermessung verkleinert, erklärt der Ganderkeseer Experte Georg Müller.

Zuvor sei der Bassumer Heerweg gerade mal vier Meter breit gewesen. Seit mehr als 35 Jahren beschäftigt sich Müller für die Themen Wallhecken, Pilze, Kleingewässer oder Natur- und Umweltschutz.

Georg Müller über Zeitungsartikel kennengelernt

Der Regisseur kam über einen Zeitungsartikel auf Georg Müller und dessen Engagement zum Erhalt von Wallhecken. „Da hab ich gesehen, dass er der Experte überhaupt dafür ist in Europa“, sagt Lütke Wissing. (Weiterlesen: Hohe Ehre für Hecken-Experten aus Ganderkesee)

Gestern findet in Hengsterholz der erste Drehtag statt. „Das Meiste passiert hier im Umkreis von Ganderkesee“, erklärt Lütke Wissing zum Film. Wann dieser gezeigt wird, steht noch nicht fest.

Sträucher wurden vor 20 Jahren gepflanzt

Erst entfernen Mitarbeiter vom Zweckverband Kommunalservice NordWest dicke Äste mit der Motorsäge aus den Sträuchern und zerhäckseln sie auch gleich. Die Sträucher der Wallhecke am Bassumer Heerweg seien vor 20 Jahren gepflanzt worden, erläutert Müller: „Wir testen nun aus, welche Pflegemaßnahmen für uns die beste ist, wenn man schneidet.“ (Weiterlesen: Heckengarten könnte Touristenattraktion werden)

Nach dem Schneiden zeigt Müller dem Kamerateam das Knicken. „Das Wort Knicken kommt von Knacken“, sagt er und biegt einen Ast, bis er knackend bricht. Zum Einsatz kommen auch originale Werkzeuge. „Es wird geknickt, wie man das vor 100 Jahren gemacht hat.“


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