Wohnen in Ganderkesee CDU Ganderkesee lenkt Blick auf FTZ-Gelände

Meine Nachrichten

Um das Thema Ganderkesee Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Das Rettungszentrum Ganderkesee steht in der Diskussion. Foto: Reiner HaaseDas Rettungszentrum Ganderkesee steht in der Diskussion. Foto: Reiner Haase

Ganderkesee. Die CDU regt Wohnbau auf dem Gelände des Rettungszentrums in Ganderkesee an. Nur die Feuerwehr soll im Ort bleiben. Die Verwaltung äußert Bedenken.

Auf Initiative der Ratsherren Stephan Neitzel und Ralf Wessel stößt die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Ganderkesee eine Diskussion über die Zukunft des zentral im Ganderkeseer Ortskern gelegenen Grundstücks des Rettungszentrums an der Urneburger Straße und umliegender Grundstücke an. Das Thema steht am Mittwoch, 21. Februar, im Ausschuss für Gemeindeentwicklung auf der Tagesordnung.

Rettungswache an Westtangente

Der CDU-Vorschlag zielt im Kern darauf ab, die Feuerwehr in der Ortsmitte zu behalten und die Rettungswache über kurz oder lang an die Westtangente zu verlagern. Anstelle des Gebäudes der ehemaligen Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ), die schon an die Westtangente umgezogen ist, und der beiden Wohnhäuser in Gemeindebesitz an der Urneburger Straße könnte laut CDU-Vorschlag Wohnbebauung in verdichteter Form entstehen.

„Gemischtes Wohnen“ als Ziel

„Bei der Realisierung ist eine gemischte Bewohnerstruktur anzustreben, also sowohl preiswerter Wohnraum für Jüngere und Ältere, Familienwohnungen und gehobene Apartments“, heißt es im CDU-Antrag. Gegebenenfalls seien hier auch Sozialwohnungen oder Mehrgenerationenhäuser möglich. „Es besteht die Möglichkeit, in bester Lage ein hochwertiges Wohnquartier zu erschließen und dabei mehrere unterschiedliche Bewohnergruppen zu integrieren“, heißt es seitens der CDU.

Verwaltung benennt Hindernisse

Laut Gemeindeverwaltung gibt es erhebliche Hürden vor der Verwirklichung der CDU-Vorschläge. Ein neuer Bebauungsplan ist ihr zufolge allemal erforderlich, weil das Rettungszentrumsareal als „Fläche für Gemeinbedarf“ ausgewiesen ist und nicht für ein Wohn- oder Mischgebiet. Bei dem von der CDU gewünschten Abbruch des alten FTZ-Gebäudes ergibt sich außerdem das Problem, dass auf dem Gelände ein Sendemast steht, dessen Technikraum sich im alten FTZ-Gebäude befindet.

Etliche Lärmquellen

Auch das Immissionsschutzrecht setzt dem angestrebten Ziel, Wohnbauflächen zu gewinnen, aus Sicht der Verwaltung Grenzen. Auf den Wohnraum würde der Lärm der Straßen mit Ampelkreuzung, startender Feuerwehrautos und des gegenüber liegenden Getränkemarkts einwirken.

Weitere Themen

Weitere Themen sind in der Ausschusssitzung die Höchstspannungsleitung Ganderkesee-Sankt Hülfe, die Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Westtangente, die Straßenplanungen im Bereich Auf dem Hohenborn und die Stellungnahme der Gemeinde zu Veränderungen an einer Biogasanlage in Immer.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN