Ortsverein Hoykenkamp tagt Zukunft des Hohenborns in Hoykenkamp unklar

Von Bettina Dogs-Prößler


Hoykenkamp. Der Ortsverein Hoykenkamp hat getagt und die Bürgermeisterin dabei zur Ortsentwicklung befragt. Der Hohenborn bleibt weiterhin das Dauerthema.

Was wird denn jetzt eigentlich nun aus dem Hohenborn? „Es ist ein Thema, das den Rat schon seit über 30 Jahren beschäftigt“, sagte Alice Gerken am Donnerstagabend im Gasthaus Menkens. Auf der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Hoykenkamp sollte die Bürgermeisterin zur aktuellen Ortsentwicklung berichten, zum Hohenborn allerdings kann auch die Gemeindechefin gerade nicht viel sagen. „Ich kann im Moment nicht abschätzen, wohin die Reise gehen wird.“

Sitzung ohne Aufreger

Es war eine beschauliche Sitzung ohne Aufreger. Der Vorstand um das Vorsitzenden-Trio Hartmut Fastenau, Gerd Menkens und Rainer Sievert wurde kurz und schmerzlos wiedergewählt, der Kassenwartin Gabi Winkelmann eine gute Arbeit bescheinigt und das Programm für 2018 für gut befunden.

Ausbau der Fockestraße besiegelt

Einziger Grund zur Diskussion lieferte der aktuelle Stand in Sachen Ortsentwicklung. Vor allem der weitere Ausbau der Fockestraße sorgte bei den Anwesenden für Klärungsbedarf. So gilt die Straße laut Bürgermeisterin Gerken rein rechtlich als noch nicht erschlossen, da nach Aktenlage der Gemeinde dafür bislang keine Anwohnerbeiträge gezahlt worden seien. „Die Erneuerung zählt dann als erstmaliger Ausbau – und den müssen die Anwohner zahlen.“

Konkret hieße das: 90 Prozent der geplanten 600000 Euro Ausbaukosten müssen von den Anliegern berappt werden. Anders sähe es bei der Sanierung einer Straße aus, für die bereits Anwohnerbeiträge geflossen sind. Alice Gerken: „In diesen Fällen müssen die Anwohner nichts mehr dazu zahlen.“ Bevor jedoch mit dem Ausbau der Teilstrecke Ende 2018, Anfang 2019 begonnen wird, will sich die Gemeinde laut Gerken mit den Anwohnern noch einmal zusammensetzen.

Fragezeichen über dem Hohenborn

Während der weitere Ausbau der Fockestraße besiegelt ist, schwebt noch immer ein großes Fragezeichen über dem Hohenborn. „Ich bin selbst sehr gespannt wie es weitergeht.“ Am kommenden Mittwoch wird sich der Gemeindeentwicklungsausschuss erstmalig wieder der Frage widmen. „Dann geht es darum, ob das Thema wieder aufgegriffen wird oder alles so bleiben soll wie es ist.“

Vom Tisch seien indes alle Überlegungen, die Bahnübergänge am Sahrener Weg und der Fockestraße zu schließen.

Einbruchschutz im Wohnbereich

Zum Schluss der Jahreshauptversammlung gab es für die anwesenden Mitglieder dann noch eine ausführliche Beratung von Polizeikommissar Martin Klinger zum Thema „Einbruchschutz im Wohnbereich“. „Bundesweit sind die Einbruchszahlen zurückgegangen“, meinte der Polizist von der Polizeistation Wildeshausen in seinem Vortrag. „Wenn in den Medien verbreitet wird, es sei noch nie so schlimm wie heute, dann ist das schlicht gelogen.“